Hotel-Duell: Cottage oder Villa auf der Karibikinsel Grenada?
Düsseldorf. Grenadas Historie ist, seit Christoph Kolumbus die Insel für die europäischen Seefahrernationen entdeckte, reich an Umbrüchen. Dennoch ist die seit 1974 unabhängige parlamentarische Monarchie (König Charles III. ist das Staatsoberhaupt) ein beliebtes Reiseziel.
Neben dem Klima des karibischen Landes gut 200 Kilometer nordöstlich von Venezuela ist es die Natur mit ihren Stränden, die Touristen anzieht. Sie sind auch die Haupteinnahmequelle des Staats mit seinen rund 115.000 Einwohnern.
Das nun eröffnete Six Senses La Sagesse ist am oberen Ende des Spektrums angesiedelt. Neben den Hotelzimmern bietet es auch Unterkünfte mit bis zu vier Schlafräumen für Gruppen und Familien. Auch das mit seinen Cottages an die Architektur der Insel erinnernde Laluna bietet Einheiten für große Familien an.
Six Senses La Sagesse
Trotz seiner 56 Suiten mit jeweils eigenem Pool und der 15 Villen nimmt das Six Senses für sich in Anspruch, in Harmonie mit der Natur zu sein, da keines der Gebäude höher als eine Palme sei.
Zum Hotel gehört auch das Experience Center, in dem neben klassischen Freizeitaktivitäten wie Tauchen oder Wanderungen auch Führungen zu den landwirtschaftlichen Betrieben der Insel angeboten werden.
Das Spa setzt bei den Behandlungen wiederum auf Zutaten, die mit den Pflanzen Grenadas, die auch Gewürzinsel genannt wird, produziert werden. Vor verheerenden Stürmen stammten rund 20 Prozent der weltweiten Muskatnüsse von Grenada. Heute ist der Anteil am Weltmarkt kleiner, dafür der Handel mit Kakao gewachsen.
Kulinarisch setzt das Six Senses auf regionale Produkte. Gemüse, das nicht auf der eigenen Biofarm gezogen wird, liefern lokale Produzenten von der Vulkaninsel.
Laluna
Das Laluna setzt als Mitglied der Hotelvereinigung Designhotels auf verschiedene Gestaltungen der 15 Cottages, die luxuriös die Bauweise der örtlichen Hüttenarchitektur aufgreifen.
Die Cottages liegen am Hang in der Nähe zum Strand unmittelbar am Fuße der Hotelanlage. Sowohl kräftige Farben in den Bädern als auch zurückhaltende Farbwahl in anderen Hütten sind im Laluna anzutreffen. Eine Mischung, so das Hotel, aus karibischen, balinesischen und italienischen Elementen wurde dafür herangezogen.
Jenseits großzügig bemessenen Wohnraums und Service verzichtet das Hotel auf viele gängige Dienstleistungen und Ausstattungen der Luxushotellerie. Es setzt vielmehr auf die Einbettung der 16 Villen in die landschaftliche Szenerie und die Verschiedenartigkeit der Einrichtungen.
Deswegen ist es auch nicht für jeden geeignet. Familien mit kleinen Kindern finden kein Angebot, das Hotel bezeichnet sich als „Adults only“, das Kinder ab zwölf Jahren als mitreisende Gäste willkommen heißt.
Fazit und Vergleich
Wer auf der Insel, die karibische Klischees bedient, vollumfänglichen Luxus sucht, wird dies im Six Senses La Sagesse finden. Gäste, die trotz luxuriöser Anmutung auf verschiedene Angebote und Dienstleistungen verzichten können und Ruhe schätzen, werden sich im Laluna mit seinen Cottages gut aufgehoben fühlen.
Eine Woche im Doppelzimmer beginnt im Juli im Laluna bei 4000 Euro und im Six Senses La Sagesse bei 4600 Euro, jeweils inklusive Frühstück.