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MetaverseSo macht Meta-CEO Zuckerberg 30 Milliarden Dollar Verlust

Der Facebook-Konzern muss sich neu erfinden. Dabei setzt der Gründer voll auf das Metaversum. Investoren beurteilen die Strategie als riskant – sehen aber keine Alternative.Stephan Scheuer, Ulf Sommer 09.11.2022 - 16:06 Uhr Artikel anhören

Das Vertrauen der Anleger schwindet.

Foto: AP Photo, Imago, All Mauritius [M]

San Francisco, Düsseldorf. Mark Zuckerberg ist bekannt für seine gewöhnlich starre Mimik und seine meist emotionslosen öffentlichen Auftritte. Aber als er kürzlich von Analysten auf seine Pläne für das Metaversum angesprochen wird, gerät er ins Schwärmen. „Wir schaffen hier Historisches“, sagt Zuckerberg. „Ich denke, dass die Menschen noch in Jahrzehnten auf die Bedeutung der hier geleisteten Arbeit zurückblicken werden.“

Der Facebook-Gründer hat einen Konzern der Superlative geschaffen. Sein Unternehmen Meta hat weltweit mehr als 3,7 Milliarden Kunden. Damit erreicht Meta rund 80 Prozent aller Menschen auf dem Globus mit einem Internetzugang – mit Ausnahme von China, wo die Meta-Produkte gesperrt sind.

Acht von zehn Meta-Kunden nutzen eines der Produkte wie Facebook, Instagram oder WhatsApp mindestens ein Mal am Tag. Und doch setzt Zuckerberg jetzt alles auf ein neues Projekt: das Metaversum. 

Dahinter verbergen sich die Aktivitäten rund um den geheimnisumwitterten Geschäftsbereich „Reality Labs“: das kostspielige Abenteuer in der virtuellen und erweiterten Realität.

Seit 2019 hat Zuckerberg 36 Milliarden Dollar in diesen Bereich gelenkt und damit einen kumulierten Verlust von 30 Milliarden Dollar produziert, wie aus den Geschäftsberichten des Unternehmens hervorgeht. In den ersten neun Monaten dieses Jahres summierte sich das Minus auf 9,4 Milliarden Dollar. Entwickelt sich das Geschäft so weiter, dürfte es zum Jahresende auf rund zwölf Milliarden Dollar anwachsen.

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