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UFOGespräche zu Lufthansa-Turnaround offenbar gescheitert

Der „Turnaround“-Plan von Lufthansa-Chef Spohr soll die Kernmarke wieder profitabel machen. Dafür soll beim Personal gekürzt werden. Doch die Gewerkschaft UFO wehrt sich gegen die Sanierung. 16.09.2025 - 16:11 Uhr Artikel anhören
Flugbegleiterinnen der Lufthansa: Welchen Beitrag leistet das Kabinenpersonal zum Sparkurs? Foto: Sven Hoppe/dpa

Frankfurt. Die Lufthansa und die Kabinengewerkschaft UFO haben sich nicht über einen UFO-Beitrag zur Sanierung der schwächelnden Konzern-Hauptmarke Lufthansa verständigen können. „Das Thema Turnaround ist für die Kabine gescheitert“, hieß es in einem Newsletter der Gewerkschaft, der Reuters am Dienstag vorlag.

In einer Pressemitteilung erklärte UFO, die Gewerkschaft habe über die vom Unternehmen verlangten Einsparungen im Rahmen einer Gesamtlösung für die Kernmarke und die Töchter Cityline, City Airlines und Discover Airlines verhandeln wollen. Doch darauf ließ sich das Lufthansa-Management demnach nicht ein.

„Was wir erlebt haben, waren Blockade, Terminverschleppung und Drohungen“, erklärte UFO. „Statt intelligenter Verbesserungen beschränkte sich die Vorstellung der Lufthansa auf Produktivitätssteigerungen in Höhe von über 20 Prozent.“ Aus Sicht der Gewerkschaft hätte das „die totale Aufgabe sozialer Standards“ bedeutet, was nicht akzeptabel sei.

Aus Sicht der Lufthansa ist der Gesprächsfaden dagegen nicht gerissen. „Wir sind und bleiben selbstverständlich im Austausch mit UFO“, erklärte das Unternehmen, äußerte sich aber nicht zu Details.

Der „Turnaround“-Plan soll die Kernmarke nach dem Verlust im vergangenen Jahr wieder profitabel machen. Bis 2028 soll das Betriebsergebnis um brutto 2,5 Milliarden Euro im Jahr verbessert werden. Lufthansa-Chef Carsten Spohr erklärte vergangene Woche, die Sanierung komme voran.

Kurzfristig keine Streiks zu erwarten

Personalkosten zu senken ist ein Teil des Plans, der insgesamt 700 Maßnahmen umfassen soll. Die Airline hatte dazu Gespräche mit allen Sozialpartnern angekündigt.

UFO erklärte, da es keine Gesamtlösung zur Kabine gebe, werde sich die Gewerkschaft der klassischen Gewerkschaftsarbeit mit Tarifverträgen in den einzelnen Flugbetrieben zuwenden. Bei der Kernmarke hat UFO den Manteltarifvertrag für die 19.000 Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter zum 1. Januar 2025 gekündigt. Die Verhandlungen darüber stehen jetzt an.

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Damit steht der Lufthansa kurzfristig kein UFO-Streik ins Haus. Die Pilotenvereinigung Cockpit bereitet aber im Tarifstreit über die betriebliche Altersversorgung einen Arbeitskampf mit einer bis 30. September laufenden Urabstimmung vor.

rtr
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