Heizungsgesetz: Sollten Sie jetzt noch schnell eine Gasheizung kaufen?
Gasheizung oder Wärmepumpe? Was verursacht höhere Kosten?
Foto: IMAGO/Wolfgang Maria WeberDüsseldorf. Ein Gesetzesentwurf der Bundesregierung löst dieser Tage bei Verbrauchern viele Sorgen aus: Ab dem kommenden Jahr soll jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Eine reine Gasheizung oder Ölheizung kann dann nicht mehr ohne Weiteres neu eingebaut werden. Stattdessen wird es in den meisten Fällen auf eine Wärmepumpe hinauslaufen.
Allerdings sind Wärmepumpen zunächst einmal deutlich teurer als Gasheizungen. Auch ihre Installation dauert länger. Viele Menschen fragen sich deshalb gerade, wie sie eine neue Heizung finanzieren sollen – und ob es sich lohnt, jetzt noch schnell eine Gasheizung einzubauen, bevor es zu spät ist.
Grünen-Politiker betonen indes seit Tagen: Die neue Gasheizung wirke nur auf den ersten Blick günstiger. Langfristig könnte sie aufgrund höherer Heizkosten die teurere Option sein. Stimmt dieses Argument? Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat zumindest für einen konkreten Fall eine Beispielrechnung erstellt, die zeigt, wie teuer welcher Heizungstyp langfristig sein kann.
Beispielrechnung: Gasheizung oder Wärmepumpe?
Die Verbraucherzentrale rechnet für eine neue Luft-Wärmepumpe und deren Einbau mit einem Preis von 35.000 Euro. Davon gehen im Rechenbeispiel 40 Prozent staatliche Bezuschussung ab. Der Hausbesitzer muss also lediglich 21.000 Euro tatsächlich bezahlen. Die Kosten für die Alternative, eine neue Gasheizung, beziffert die Verbraucherzentrale mit 5000 Euro. Die Differenz beträgt also 16.000 Euro.