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KonzernSiemens Energy darf schon für 2024/25 wieder Dividende zahlen

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat das von der früheren Bundesregierung auferlegte Verbot aufgehoben. Eigentlich wäre dieses erst im kommenden Geschäftsjahr ausgelaufen. 31.07.2025 - 08:23 Uhr Artikel anhören
Siemens Energy: Das Unternehmen will 40 bis 60 Prozent des Gewinns ausschütten. Foto: REUTERS

München. Der Energietechnik-Konzern Siemens Energy darf schon für das laufende Geschäftsjahr wieder eine Dividende an seine Aktionäre zahlen. Das Verbot, das die ehemalige Bundesregierung dem Unternehmen wegen einer milliardenschweren Staatsgarantie auferlegt hatte, sei vom Haushaltsausschuss des Bundestages vorzeitig aufgehoben worden, teilte der Konzern am Mittwoch mit.

Siemens Energy hatte die Garantievereinbarung über elf Milliarden Euro für sein großvolumiges Projektgeschäft im Juni abgelöst, die Bürgschaft des Staates fiel damit weg. Stattdessen steht nun ein Konsortium von 23 Banken für neun Milliarden Euro ein – ohne möglichen Rückgriff auf den Staat.

Eigentlich wären nach der Vereinbarung Dividenden erst ein Jahr später – also für das Geschäftsjahr 2025/26 (per Ende September) – wieder möglich gewesen. Wie viel die Siemens-Energy-Aktionäre tatsächlich für das Geschäftsjahr bekommen, soll im November beschlossen werden. Grundsätzlich wolle Siemens Energy 40 bis 60 Prozent des Nettogewinns ausschütten, erklärte das Unternehmen. Gezahlt wird die Dividende in der Regel nach der Hauptversammlung im Februar 2026.

Siemens Energy hatte vor fast zwei Jahren den Staat um Hilfe gerufen, weil die ehemalige Siemens-Tochter tief in der Krise steckte und zugleich im Zuge der Energiewende volle Auftragsbücher hatte. Doch angesichts roter Zahlen wollten die Banken das – wenn auch geringe – Ausfallrisiko nicht mehr allein tragen.

Nach politischen Debatten sprang der Staat ein, verlangte aber vom Konzern, während der Laufzeit der Bürgschaft keine Dividenden und auch keine Boni an Vorstände zu zahlen. Im Dax gehörten die Top-Manager um Vorstandschef Christian Bruch deshalb 2024 zu den am geringsten vergüteten Vorständen – obwohl das Unternehmen längst zurück in der Erfolgsspur ist.

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Um sie trotzdem zu halten, sagte ihnen Aufsichtsratschef Joe Kaeser für die Zeit nach Ablauf des Boni-Verbots eine Einmalprämie, ein Aktienpaket und einen Bonus für die vorzeitige Ablösung der Garantie zu. Das wäre im nächsten Geschäftsjahr fällig, das im Oktober beginnt.

Ein Sprecher sagte, eine frühere Aufhebung der Boni-Beschränkungen habe Siemens Energy nicht beantragt.

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Erstpublikation: 30.07.2025, 13:12 Uhr.

rtr
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