Energiekrise: Wartung von Nord Stream 1: Das bedeutet es, wenn Gazprom die Pipeline abschaltet
Die russische Pipeline Nord Stream 1 wurde vor mehr als zehn Jahren in der Ostsee verlegt und wird seitdem regelmäßig gewartet.
Foto: BloombergDüsseldorf, Berlin. Seit Montag wartet die Nord Stream AG ihre Tiefseepipeline Nord Stream 1. Für mehr als eine Woche wird daher kein Gas durch die beiden Unterwasserleitungen von Russland nach Deutschland geliefert. Das verunsichert einige Bürger, weil die Versorgungslage mit Gas ohnehin angespannt ist – und Russland über Nord Stream 1 seit vier Wochen deutlich weniger Gas liefert, als möglich wäre. Die Nord Stream AG gehört zu 51 Prozent dem russischen Staatskonzern Gazprom.
Obwohl die Wartung einer Gaspipeline alljährliche Routine ist, gewinnt das Thema in diesem Jahr an Brisanz. Was genau wird bei Nord Stream 1 gewartet? Wie lange dauert die Wartung? Wie wird sich der Lieferstopp aus Russland auf die Gaspreise auswirken? Und wie reagiert Deutschland auf das fehlende russische Gas? Alle wichtigen Fragen und Antworten zur Wartung der Ostseepipeline Nord Stream 1 im Überblick.
Nord Stream 1: Warum wird die Pipeline gewartet?
Die Wartung von Nord Stream 1 ist reine Routine. Sie fand in den vergangenen Jahren meist im Juli statt, der Zeitraum für 2022 ist seit Monaten öffentlich bekannt. Wartungen von Gasleitungen sind rechtlich vorgeschrieben, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. So soll etwa sichergestellt werden, dass alle Dichtungen richtig schließen und die Gasleitung keine Leckagen oder Risse hat.