Deutschland: Deutschlands Luftfahrtbranche zeigt Resilienz trotz Krise
Frankfurt. Deutschland befindet sich im dritten Rezessionsjahr in Folge. Viele Unternehmen leiden, etwa die Autohersteller und ihre Zulieferer. Doch eine Branche macht Hoffnung. Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie ist im vergangenen Jahr kräftig gewachsen. Das geht aus Zahlen hervor, die der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) an diesem Donnerstag veröffentlicht und die dem Handelsblatt vorab vorliegen.
Danach ist der Umsatz der Betriebe 2024 um 13 Prozent auf 52 Milliarden Euro gestiegen. Bei der Zahl der Beschäftigten wurde mit 120.000 sogar ein neuer Rekordwert erreicht. 2019 – dem letzten Jahr vor der schweren Krise – zählte die Branche 114.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Angesichts der Zahlen spricht Michael Schöllhorn, der Präsident des BDLI, von einer Zukunftsindustrie. „Unsere Branche ist ein wichtiger Innovationstreiber, der auf viele andere Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche abstrahlt“, wird der Manager, der im Hauptberuf bei Airbus das Verteidigungs- und Raumfahrtgeschäft leitet, in einer Mitteilung des BDLI zitiert. Mit 3,6 Milliarden Euro investierten die Luft- und Raumfahrtfirmen 2024 etwa sieben Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung.