Flughafen Leipzig/Halle: Deutschlands zweitgrößter Frachtflughafen steckt in der Krise
Düsseldorf. Aufgeblähte Personalkosten, Filz in der Unternehmensführung, hartnäckige Millionenverluste – um all das sollte sich Andreas Schafhirt seit Anfang Februar 2024 als Chief Restructuring Officer am Leipziger Flughafen kümmern.
Angeheuert hatte den Interimsmanager die Mitteldeutsche Flughafen AG (MFAG), Eigentümerin des Regional-Airports Dresden und des zweitgrößten deutschen Frachtflughafens Leipzig/Halle. Die Kreditgeber, ein Konsortium unter Führung der Commerzbank, wollten es so.
Doch die Anstellung endete auf mysteriöse Weise wieder. Weil der 61-Jährige ab April spurlos verschwunden war, hat Schafhirts Ehefrau am Wohnort Berlin eine Vermisstenmeldung bei der Polizei eingereicht, die sie bislang nicht zurückgezogen hat. Telefonisch erreichbar ist der frisch eingestellte Manager nicht.