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Flugzeugwartung Lufthansa Technik will Standorte schließen – Verdi sieht 780 Jobs bedroht

Die Lufthansa-Tochter strukturiert ihr Wartungsgeschäft um. Die Gewerkschaft Verdi warnt vor Arbeitsplatzabbau im großen Stil.
27.05.2021 Update: 27.05.2021 - 15:45 Uhr Kommentieren
Verdi sieht bei der sogenannten Line-Maintenance 780 von 1350 Arbeitsplätzen unmittelbar bedroht. Quelle: dpa
Lufthansa Technik

Verdi sieht bei der sogenannten Line-Maintenance 780 von 1350 Arbeitsplätzen unmittelbar bedroht.

(Foto: dpa)

Frankfurt Lufthansa Technik setzt wegen der Corona-Folgen noch einmal den Rotstift an. Die Wartungs- und Techniktochter der Lufthansa-Gruppe will mehrere Standorte, im Fachjargon Stationen, schließen. Nach Unternehmensangaben sind davon Bremen, Düsseldorf, Leipzig, Hannover sowie Teilbetriebe in Hamburg und Frankfurt betroffen.

Das ruft die Gewerkschaft Verdi auf den Plan. Sie befürchtet den Verlust von 780 der 1350 Stellen in dem betroffenen Bereich. „Während der Lufthansa-Konzern in der Pandemie staatliche Unterstützung in Milliardenhöhe erfährt, um das Unternehmen zu retten und Arbeitsplätze zu sichern, soll es bei der Tochtergesellschaft jetzt zu Betriebsschließungen und Arbeitsplatzabbau in großem Stil kommen“, kritisierte Verdi-Experte Frank Hartstein.

Das Management des Lufthansa-Ablegers hatte die Mitarbeiter am Donnerstag über die weiteren Pläne in der sogenannten Line-Maintenance informiert. Hier finden kleinere Wartungsarbeiten an den Flugzeugen zwischen einer Landung und dem erneuten Start statt. Es geht also um Services während des Betriebs.

Lufthansa hatte diese Aufgaben vor Beginn der Pandemie an den großen Drehkreuzen Frankfurt und München aus ihrer Tochter herausgelöst und direkt an die Airline angegliedert. Das sollte die Prozesse verbessern und für einen reibungsloseren Ablauf sorgen.

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    Die Gewerkschaft Verdi macht diese Entscheidung mitverantwortlich für die jetzigen Schließungspläne. Bei der Techniktochter seien danach die hohen Fixkosten und Aufträge mit geringerem Volumen geblieben. Fremdaufträge seien verloren gegangen, beklagt die Gewerkschaft.

    Rund die Hälfte des Geschäftes habe die Line-Maintenance eingebüßt, so Verdi. Zudem habe die Konzerntochter Eurowings in Düsseldorf die Wartung ihrer Jets an eine Firma außerhalb des Konzerns vergeben. Hartstein forderte den Lufthansa-Konzernvorstand deshalb auf, die Entscheidungen beim Thema Line-Maintenance zu korrigieren. Diese dürften am Ende nicht gegen die Beschäftigten gerichtet werden.

    Probleme mit der Wettbewerbsfähigkeit

    Darauf wird das Management in den schon seit Längerem laufenden Verhandlungen mit den Sozialpartnern allerdings kaum eingehen. Zwar ist die Analyse der Gewerkschaft durchaus zutreffend, dass die Fixkosten nach dem Verlust wichtiger Aufträge seitens der Konzernairlines zu hoch geworden sind.

    Doch der hohe Personalaufwand liegt auch daran, dass bei Lufthansa Technik die in der Regel guten Tarifverträge von Lufthansa gelten. Die dürften in den Augen des Managements auch nach der Pandemie kaum wettbewerbsfähig sein. Denn die Line-Maintenance umfasst eher einfache Aufgaben, die unter einem starken Preiswettbewerb stehen.

    Bei Lufthansa Technik verteidigte man die geplanten Schließungen denn auch und erklärte, dass man die Entscheidungen der Kunden respektiere. Es spiele dabei auch keine Rolle, ob diese Kunden zum gleichen Konzern gehören würden oder nicht.

    Lufthansa Technik hatte die Zahl der Mitarbeiter im vergangenen Jahr wegen der Krise bereits um 3000 reduziert, inklusive 1900 Leiharbeitern. Die Stammbelegschaft sank um fünf Prozent auf 22.745 Beschäftigte.

    Mehr: Brisanter Auftrag: Darf die Lufthansa Lukaschenko-Maschinen warten?

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