Frachtraten: Huthi verstärken Attacken auf Handelsschiffe im Suezkanal
Düsseldorf, Jerusalem. Nach dem Raketenangriff auf die israelisch besetzten Golanhöhen am Samstagabend droht ein offener Krieg zwischen Israel und der mit dem Iran verbündeten libanesischen Miliz Hisbollah. Gleichzeitig verschärft sich ein weiterer Konflikt in Nahost – mit spürbaren Folgen für Europas Einzelhändler und Übersee-Exporteure.
„Solange die Angriffe der Huthi-Rebellen andauern und viele Reedereien deshalb den Suezkanal meiden, erwarten wir bei den Frachtraten keine großen Veränderungen“, sagt Michael Aldwell, Vorstand der weltgrößten Seefracht-Spedition Kühne + Nagel.
Doch nach einer Wende sieht es derzeit nicht aus. Nach der Bombardierung der jemenitischen Hafenstadt Hudaida vor gut einer Woche durch die israelische Armee, durch die mindestens sechs Hafenarbeiter getötet wurden und ein Benzindepot in Flammen aufging, rechnen Seefahrtsexperten nun sogar mit einem noch häufigeren Beschuss von Handelsschiffen im Roten Meer.
Huthi warnen vor weiterer Eskalation
„Wer Israel angreift, wird einen sehr hohen Preis dafür zahlen“, sagte der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Mittwoch in seiner Rede vor dem US-Kongress. Doch die wie die Hisbollah mit dem Iran verbündeten Huthi beeindrucken solche Aussagen nicht. Israels Angriff, der einem Huthi-Drohnenangriff auf Tel Aviv folgte, könnte die Milizionäre aus Sicht von Experten sogar noch bestärken.