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  4. Wienerwald: Boomer-Kette setzt auf Retro und Innovation

Friedrich Jahn: Der Großgastronom und Gründer der Wienerwald-Restaurantkette hatte eine weltweite Gastronomiekette mit mehr als 1500 Betrieben aufgebaut. Foto: picture-alliance / dpa

MarkeBoomer-Kette Wienerwald wagt einen Neuanlauf in Deutschland

Lange dümpelte das Hähnchen-Franchise Wienerwald vor sich hin. Jetzt plant ein neuer Besitzer das Comeback – ohne Fleischersatz, dafür mit Senioren als Influencer.Sebastian Dalkowski 28.08.2025 - 12:00 Uhr Artikel anhören

Hildesheim. Liebe Kinder, so möchte man beginnen, noch bevor es McDonald’s und Euch gab, sind Mama und ich vor dem Kino immer in den „Wienerwald“ gegangen. Das war ein Restaurant, das es in jeder größeren Stadt gab. Dort haben wir zu den Pommes halbe Hähnchen gegessen, die damals noch niemand Chicken nannte. Und wisst Ihr, wie der Slogan lautete? „Heute bleibt die Küche kalt, wir gehen in den Wienerwald.“ Genial, oder?

Die Zeiten, in denen der „Wienerwald“ Europas größte Restaurantkette war, liegen allerdings so lange zurück, dass mit Kindern Menschen gemeint sind, die schon lange ihr Studium hinter sich haben. Und deren Eltern der Rente entgegenblicken.

Bis in die 1980er hinein hatte das Franchise mehrere Hundert Standorte allein in Deutschland. Doch nach mehreren Insolvenzen und Comeback-Versuchen verschwand der Hendl-Herrscher in der Bedeutungslosigkeit.

Gelingt diesmal das Comeback?

Markus Elberg gehört zu jenen Menschen, die davon überzeugt sind, dass man den Wienerwald unbedingt noch ein weiteres Mal wiederbeleben sollte. Der Geschäftsführer der Wienerwald Holding ist einer, der sofort bemerkt, dass auf den Tischen nicht wie bestellt alle Deckel der Salz- und Pfefferstreuer grün sind, sondern einige auch weiß.

Man darf ihm also unterstellen, es sich gut überlegt zu haben, als er im Januar 2025 seinen Job antrat. Er habe mit vielen Freunden und Mentoren gesprochen. „Eigentlich haben alle gesagt: Wenn es einer schafft, bist du das. Natürlich sind das große Schuhe, aber ich habe auch große Füße.“

Kann es Elberg also gelingen, woran bisher alle gescheitert sind – eine Marke wiederzubeleben, auf deren Comeback niemand gewartet hat? Während andere Systemgastronomen auf Fleischersatz und Tiktok-Ästhetik setzen, glaubt Elberg an Tischbedienung, Nostalgie und die Kraft der Babyboomer. Zwei Restaurants hat das Franchise schon eröffnet, bald sollen weitere folgen. Kann das gutgehen oder zieht die in die Jahre gekommene Marke 2025 einfach nicht mehr?

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