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LogistikLieferdrohnen-Start-up Wingcopter sichert sich 40 Millionen Euro

Die Europäische Investitionsbank investiert in die Firma aus der Nähe von Darmstadt. Die will mit dem Geld die Serienfertigung vorbereiten – und am liebsten Weltmarktführer werden.Jens Koenen 11.05.2023 - 08:00 Uhr Artikel anhören

Das deutsche Start-up will ländliche Regionen besser versorgen. Dafür stellt die Europäische Investitionsbank nun 40 Millionen Euro zur Verfügung.

Foto: Wingcopter

Weiterstadt. Das Lieferdrohnen-Start-up Wingcopter hat sich neuen finanziellen Spielraum verschafft. Die Europäische Investitionsbank (EIB) stellt dem Unternehmen 40 Millionen Euro zur Verfügung, die wie Eigenkapital behandelt werden. Das gab die Firma am Donnerstagvormittag bekannt. Mit dem Geld will Start-up nun die Produktion seines aktuellsten Drohnen-Modells Wingcopter 198 ausbauen.

Wingcopter wurde 2017 von Tom Plümmer, heute der CEO des Unternehmens, zusammen mit Studienkollegen aus Darmstadt gegründet. Sie entwickelten einen elektrischen Senkrechtstarter, der fünf Kilogramm Fracht bis zu 100 Kilometer weit befördern kann. Die Drohne gilt als effizient, auch dank zusätzlicher Flügel mit einer Spannweite von rund zwei Metern.

Hinter dem Investment der EIB steht das Invest-EU-Programm der Europäischen Kommission, das Unternehmen unter anderem im Bereich nachhaltige Infrastruktur unterstützt. „Invest EU wird weiterhin Investitionen fördern, mit denen sich Europa als Weltmarktführer bei der Entwicklung und Herstellung innovativer Produkte behaupten kann“, wird EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni in einer Mitteilung von Wingcopter zitiert.

Das Jungunternehmen hat bereits mehrere Finanzierungsrunden absolviert. 2021 sammelte Wingcopter 22 Millionen Dollar bei Investoren ein, im Sommer vergangenen Jahres kamen nochmals 42 Millionen Dollar dazu. Damals stieg unter anderem der Einzelhändler Rewe ein. Er sieht nach eigenen Angaben in Wingcopter einen Partner für die Zukunft. Angesichts dessen ist das Geld, das nun von der EIB gestellt wird, für den Drohnenbauer eine bedeutende Summe.

Schon länger war bekannt, dass Plümmer und sein Team nach weiteren Finanzierungsmöglichkeiten suchen. Denn die Fertigung in Weiterstadt bei Darmstadt soll erweitert werden. Die Halle dort reicht für den Bau mehrerer Tausend Drohnen pro Jahr. Das Unternehmen will die Fluggeräte, die noch nicht zugelassen sind, in Zukunft im Dreischichtbetrieb fabrizieren. Dabei sollen auch Roboter helfen.

„Wir wollen bei der Drohnenzustellung dringend benötigter Waren – von medizinischen Gütern bis hin zu Lebensmitteln – weltweit führend werden“, gibt Plümmer das Ziel vor. Noch im Sommer will Wingcopter in Südhessen den Transport von Lebensmitteln und anderen Konsumgütern testen. Unterstützt wird das Pilotprojekt von der Frankfurt University of Applied Sciences und dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr.

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