MSC, Maersk, CMA CGM: Reedereien investieren Milliarden in Zukäufe aus der Logistikbranche
Der Reedereiriese hat in den vergangenen Monaten gleich mehrfach zugekauft.
Foto: APDüsseldorf. Die hohen Gewinne der großen Reedereien verschieben die Gewichte in der Logistikbranche. Marktführer MSC, Maersk und CMA CGM weiten mit gezielten Zukäufen ihre Macht aus – und expandieren jenseits des Kerngeschäfts in Hafenterminals, Speditionen und in die Luftfracht.
Erst vergangene Woche verkündete der dänische Reedereikonzern Möller-Maersk die Übernahme der Luftfrachtspedition Pilot Freight Services für 1,7 Milliarden Dollar. Die US-Firma ist auf den Transport unhandlicher Waren für den Onlinehandel spezialisiert.
Dabei hatte Maersk gerade erst im Dezember eine 3,6 Milliarden Dollar schwere Übernahme angekündigt, mit der die Reederei die Logistiksparte der Hongkonger Einkaufsorganisation Li & Fung übernehmen will. Der Überland-Logistiker betreibt in 14 asiatischen Ländern ein Netzwerk aus mehr als 220 Lagerhäusern.
Eine Milliarde Dollar gaben die Kopenhagener wenige Wochen zuvor für zwei E-Commerce-Dienstleister in den USA aus, für 644 Millionen Dollar greifen sie in diesen Tagen nach der Hamburger See- und Luftfrachtspedition Senator International. Man wolle mit eigenen Kapazitäten „von der Fabrik bis aufs Sofa“ liefern, begründete Maersk-Logistikchef Aymeric Chandavoine neulich die Einkaufstour.