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Nach Übernahme Zug-Konzern Alstom schreibt gut 600 Millionen Euro auf Bombardier-Projekte ab

Die Übernahme des kanadischen Konkurrenten belastet den Zug-Konzern. Alstom will Bombardier mittelfristig aber auf das eigene Renditeniveau heben.
11.05.2021 Update: 11.05.2021 - 11:42 Uhr Kommentieren
Alstom hatte 4,4 Milliarden Euro für Bombardier gezahlt. Quelle: dpa
Alstom

Alstom hatte 4,4 Milliarden Euro für Bombardier gezahlt.

(Foto: dpa)

Paris Die Übernahme des kanadischen Konkurrenten Bombardier durch den französischen Zug-Konzern Alstom zeigt ihre Auswirkungen auf die Quartalszahlen. Nach einer ersten Durchsicht der Projekte von Bombardier stellt Alstom weitere 632 Millionen Euro für die damit verbundenen Risiken zurück, wie der weltweit zweitgrößte Zughersteller am Dienstag mitteilte.

Dabei hatte Bombardier selbst bereits im Dezember 451 Millionen Euro auf „belastende Projekte“ abgeschrieben. Alstom hatte 4,4 Milliarden Euro für Bombardier gezahlt, die Kanadier gehören seit Anfang Februar zum Konzern. Zusammen kommen die Siemens-Konkurrenten auf einen Umsatz von 14 Milliarden Euro und einen Auftragsbestand von 74,5 Milliarden.

Alstom bleibt aber dabei, dass die Übernahme 400 Millionen Euro an Synergieeffekten binnen vier bis fünf Jahren liefern wird. Die Franzosen wollen Bombardier mittelfristig auf das eigene Renditeniveau heben, das zuletzt bei acht Prozent vom Umsatz lag. Konzernchef Henri Poupart-Lafarge zog eine positive Zwischenbilanz. Es habe keine Überraschungen gegeben, „die Integration läuft gut“, wie er auf einer Telefonkonferenz sagte.

Im Geschäftsjahr 2020/21 (per Ende März) steigerte Alstom den Umsatz dank der Übernahme um sieben Prozent auf 8,79 Milliarden Euro, auf vergleichbarer Basis wäre er um vier Prozent gesunken. Alstom begründet das mit der Coronakrise.

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    Die Siemens-Verkehrstechnik-Sparte Mobility hat den Umsatz im selben Zeitraum allerdings leicht gesteigert. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von Alstom verbesserte sich leicht auf 645 (630) Millionen Euro. Der bereinigte Nettogewinn brach aber um gut ein Drittel auf 301 (457) Millionen Euro ein, auch weil die Integration von Bombardier 117 Millionen Euro kostete.

    Mehr: Wie der Zugverkehr aus der Cloud heraus gesteuert werden soll

    • rtr
    • dpa
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