Reisen: Dramatische Situation am Mietwagen-Markt: Leihautos in Urlaubsregionen werden knapp
Schon seit Anfang Mai kommt es zu massiven Angebotslücken.
Foto: dpaDüsseldorf. Die Situation des Mietwagenmarkts für Urlauber beschreiben Mitarbeiter des Münchener Vermittlers Sunny Cars mit einem Wort: dramatisch. „Es ist nur eine Frage der Zeit“, sagt Firmengründer und Geschäftsführer Kai Sannwald, „bis an besonders beliebten Ferienorten das Angebot komplett ausgebucht ist.“ Kritisch sei die Lage etwa auf Sardinien, Sizilien und Mallorca.
Da die Fahrzeugflottenanbieter erst später im Jahr mit steigender Nachfrage gerechnet hätten, seien aktuell kaum Fahrzeuge verfügbar. Als besonders angespannt bezeichnet er die Lage auf den spanischen Ferieninseln: „Bereits im vergangenen Jahr schafften die Flottenanbieter viele Autos von den Balearen“, erzählt Sannwald. „Die Neubesorgung ist derzeit ein zentrales Problem.“
Schon seit Anfang Mai kommt es deshalb zu massiven Angebotslücken. Denn gerade in Spanien buchten in den ersten Wochen des vergangenen Monats rund 40 Prozent aller Urlauber ihren Mietwagen. Erst danach folgten Destinationen wie Deutschland, Griechenland und Portugal.
Grund für die Angebotslücken ist das verschachtelte Geschäftsmodell im Vermietungsmarkt. 80 bis 90 Prozent der Ferienmietwagen werden von den Flottenbetreibern nicht gekauft, sondern in sogenannten Buyback-Verträgen lediglich für wenige Monate geleast. Nach der Urlaubssaison gehen sie zurück an die Hersteller.