Rückzug aus Russland: Stars statt Starbucks: Kopie der Kaffee-Kette eröffnet in Russland
Das Logo der Kaffee-Kette erinnert stark an das Motiv von Starbucks.
Foto: ReutersStatt Starbucks heißt der Laden aber Stars und die Figur auf dem Logo, die der Starbucks-Meerjungfrau verblüffend ähnelt, trägt statt einer Krone eine traditionelle russische Kopfbedeckung, bekannt als Kokoschnik.
Die Lücke, die sie hinterließen, begannen findige russische Geschäftsleute aber bald zu schließen und nutzten dafür gleich die alten Ladenlokale.
Wo früher McDonald's-Restaurants waren, werden jetzt bei Wkusno i Totschka Burger und Pommes verspeist. Auch hier haben sich auf der Speisekarte vor allem die Namen geändert.
Die neuen russischen Inhaber des Starbucks-Nachfolgers haben viele Details der Vorgänger-Marke übernommen.
Foto: ReutersDer russische Rapper Timati und sein Geschäftspartner Anton Pinsky sind bei Stars Coffee in ihrer Nachahmung des Originals noch einen Schritt weiter gegangen: der englische Name, das ähnliche Logo. Sie kündigten bei einer Pressekonferenz an, alle früheren Starbucks-Filialen unter der neuen Marke wiederzueröffnen und das Geschäft sogar auszubauen. Seit der Eröffnung des ersten Ladens in Russland 2007 hatte Starbucks rund 130 Filialen dort eröffnet.
Auch wenn fleißig bei den Originalen abgekupfert wird, geht es bei den Neugründungen vor allem auch um einen von höchster Stelle propagierten russischen Nationalstolz. Russland könne die westlichen Sanktionen überwinden, wenn es sich auf sich selbst verlasse, hören die Russen immer wieder. Die wirtschaftliche Lage sei zwar im Moment schwierig, räumt Oleg Eskindarow ein, dessen Holding an Stars beteiligt ist, der Nachrichtenagentur Tass. „Aber es ist eine Zeit der Chancen.“