Weihnachtsgeschäft: Die Schattenseite der hohen Umsätze am Black Friday
Ein schwaches Weihnachtsgeschäft dürfte zu mehr Insolvenzen im Handel führen.
Foto: IMAGO/HEN-FOTODüsseldorf. In der Black-Friday-Woche haben die deutschen Verbraucher kräftig zugeschlagen. Nach Zahlen des E-Commerce-Dienstleisters Salesforce sind die Umsätze gegenüber der gleichen Woche des Vorjahres um neun Prozent gestiegen. Rekordzahlen meldet auch der Finanzdienstleister Mollie für die Händler, die über seine Systeme ihre Zahlungen abwickeln. Der Gesamtumsatz legte um 7,3 Prozent zu – bei steigenden Ausgaben pro Bestellung.
Die Verbraucher legten damit in der Black-Friday-Woche ihre Zurückhaltung beim Konsum ab und kauften deutlich mehr als erwartet. „Alle rechneten mit dem Schlimmsten“, sagt Kai Hudetz, Geschäftsführer des Handelsforschungsinstituts IFH, „aber die Umsätze sind deutlich besser als erwartet.“ Nino Bergfeld, Handelsexperte bei Salesforce, ergänzt: „Wir sehen hier wieder: Rabatte funktionieren in der Krise.“
Doch genau das ist Teil des Problems. Denn so positiv die Zahlen auf den ersten Blick scheinen, sie bergen für den Handel große Gefahren. Denn sie dürften dafür sorgen, dass bei vielen Händlern im regulären Weihnachtsgeschäft die große Ernüchterung folgt.