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Weitere Events abgesagt Schwieriger Neustart: Erste Veranstalter sagen Herbstmessen wieder ab

Den Messebetreibern bleiben Aussteller und Besucher weg. Jetzt fallen auch die ersten neu angesetzten Veranstaltungen aus – hohe Verluste drohen.
07.07.2020 - 16:33 Uhr Kommentieren
Die Kölner Digitalmesse findet 2020 nun doch nur digital statt. Quelle: Koelnmesse GmbH
Dmexco

Die Kölner Digitalmesse findet 2020 nun doch nur digital statt.

(Foto: Koelnmesse GmbH)

Düsseldorf Monatelang fieberten Messeveranstalter dem Neustart nach dem Corona-Lockdown entgegen. Nun sind Messen unter Auflagen wieder erlaubt. Die European Bridal Week in Essen machte am Samstag hierzulande den Anfang. Doch der Neubeginn erweist sich als schwierig. Erste Veranstalter sagen ihre Herbstmessen bereits wieder ab: Die Kölnmesse verkündete Montagabend überraschend, bis Ende Oktober in der Domstadt doch keine eigenen Veranstaltungen durchzuführen. Betroffen sind die Gartenmesse Spoga + Gafa, die Kind + Jugend sowie die Dmexco im September. Die Digitalmesse findet nun rein virtuell statt. Für Oktober sind Orgatec und Kaffeemesse abgesagt.

„Es ist uns leider nicht gelungen, die zurzeit verständliche tiefgreifende Unsicherheit unserer Kunden gegenüber geschäftlichen persönlichen Begegnungen im Herbst zu beseitigen“, sagte Gerald Böse, Chef der Kölnmesse.

Ohne ausreichende Beteiligung der Aussteller und Besucher sei ein Neustart nicht möglich. Stand Juni finden und fanden in Deutschland 165 internationale Messen nicht wie geplant statt, 110 davon fallen laut Messeverband Auma komplett aus – ein Schaden von rund zwölf Milliarden Euro für die deutsche Wirtschaft. Sonst kommen 60 Prozent der Aussteller aus dem Ausland. Veranstalter hofften nun auf Teilnehmer aus Europa.

Doch die meisten Unternehmen meiden Messen. „Viele Aussteller sind aus Sorge um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter und Kunden und angesichts der Reiserestriktionen einzelner Länder und Unternehmen noch nicht bereit für eine Messe vor Ort“, begründet Christoph Werner von der Kölnmesse die Absage der Dmexco.

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    Pandemie als Transformationsturbo

    Corona habe viele Firmen in eine unsichere wirtschaftliche Lage gebracht. Peter Ottmann, Co-Chef der Messe Nürnberg, spricht von „drei Vertrauensfragen“: Es mangele an Vertrauen in Reisemöglichkeiten, an Vertrauen, ob sich Messen finanziell lohnen, und an Vertrauen, ob Mitarbeiter gesund bleiben. Die Nürnberger sind auf diverse Szenarien vorbereitet: von Messen vor Ort ab September bis Messen dieser Art erst nach Ostern. In China ging es mit der Biofach bereits im Juli wieder los. In Nürnberg soll die Galabau im September den Anfang machen – sowohl mit körperlicher Anwesenheit als auch digital, hofft Co-Chef Roland Fleck.

    „Corona ist ein Transformationsturbo für Hybridmessen“, betont Ottmann. Die IT-Sicherheitsmesse Itsa jedoch findet im Oktober nur digital statt. Die Nürnberg Messe befürchtet 2020 einen Umsatzeinbruch bis 75 Prozent und einen zweistelligen Millionenverlust.

    Auma-Chef Philip Harting erwartet „ein katastrophales Jahr“ für die Messegesellschaften, die zuvor Rekorde einfuhren. Auch die Deutsche Messe in Hannover erwartet einen hohen zweistelligen Millionenverlust. Die Hannover Messe findet 2020 nur virtuell statt. Die Kölnmesse rechnet mit Gewinneinbußen in dreistelliger Millionenhöhe. „Ein möglichst zeitnaher Restart der Kölner Messen bleibe eminent wichtig“, sagt Messechef Böse. „Wir kämpfen weiter.“

    Mehr: Auma-Vorsitzender Philip Harting: „Wir können nicht warten, bis Corona vorbei ist.“

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