Autokonzerne: Ungewöhnliche Allianz – BMW-Aggregate in Mercedes-Modellen?
Wien. In der deutschen Autoindustrie bahnt sich eine ungewöhnliche Allianz an. Die beiden rivalisierenden Premiumhersteller BMW und Mercedes-Benz loten Insidern zufolge eine Zusammenarbeit bei Benzinmotoren aus. Diesel-Triebwerke sind offenbar nicht Teil der Verhandlungen.
Wie das „Manager Magazin“ am Donnerstag berichtete, könnte BMW ab dem Jahr 2027 Vierzylinder-Aggregate an Mercedes liefern. In einem weiteren Schritt könnte Mercedes wiederum seine Getriebe auch BMW zukommen lassen.
Die Idee wirkt charmant. Gemeinsam könnten die süddeutschen Dax-Konzerne so ihre Kompetenzen bündeln, Skaleneffekte generieren und Entwicklungskosten sparen. Zudem könnte BMW damit im österreichischen Steyr die Auslastung bei seiner Motorenfertigung hochhalten und Mercedes jene der Getriebeproduktion im Stammwerk in Stuttgart-Untertürkheim.
Ob sich das Vorhaben tatsächlich realisieren lässt, ist jedoch offen. Die Unternehmen selbst schweigen zu den Gedankenspielen. „Kein Kommentar“, heißt es gleichlautend bei BMW und Mercedes.
Klar ist: Beide Konzerne stehen aktuell enorm unter Druck. In China, dem weltgrößten Neuwagenmarkt, erodieren die Verkäufe der Deutschen. Lokale Newcomer wie Aito oder Li Auto stehlen BMW und Mercedes zunehmend die Show.