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BergbaukonzerneBarrick und Randgold bilden neuen Goldriesen

Das kanadische Unternehmen Barrick schluckt den in Afrika tätigen Rivalen Randgold. Der neue Bergbaukonzern wäre über 18 Milliarden Dollar schwer. 24.09.2018 - 13:16 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Nach der Megafusion bietet Randgold Aktionären für ihre Anteile neue Barrick-Papiere an.

Foto: Reuters

Düsseldorf. Milliardenfusion in der Goldminen-Branche: Das kanadische Unternehmen Barrick Gold übernimmt den in Afrika tätigen Konzern Randgold Resources, wie beide Unternehmen am Montag mitteilten. Mit einem Volumen von 18,3 Milliarden Dollar ist das Aktiengeschäft seit Jahren das größte in der Branche, die mit sinkenden Goldpreisen und Investoren-Kritik zu kämpfen hat.

Anleger bemängeln, dass es in dem Sektor zu wenige Übernahmen gibt und zu viel gespart wird. Von den weltweit zehn Goldminen, die am billigsten ausgebeutet werden, gehören nach der Fusion fünf dem neuen Branchenriesen. Randgold mit Sitz auf Jersey betreibt Minen unter anderem in der Demokratischen Republik Kongo.

„Randgold ist so agil und leichtfüßig wie ein kleineres und jüngeres Unternehmen, das Barrick in seinen Anfangsjahren auch einmal war“, pries Barrick-Chairman John Thornton die schon vor drei Jahren eingefädelte Übernahme. Randgold betreibt auch Goldminen in der Elfenbeinküste, in Mali und im Senegal. Thornton, künftiger Exekutiv-Chairman des neuen Konzerns, bezeichnete Barrick mit seiner Infrastruktur und weltweiten Ausdehnung eines Großkonzern als idealen Partner für Randgold.

Unter Experten wurde dagegen auch Skepsis laut: Der Zusammenschluss basiere nicht auf Stärke oder strategischen Überlegungen zum Nutzen des Vorhabens, kritisierte Kieron Hodgson vom Beratungsunternehmen Panmure Research. Er ähnele eher dem Bild zweier Betrunkener, die sich zur Sperrstunde gegenseitig stützen.

Beide Unternehmen kämpften zuletzt mit Problemen. Die Barrick-Aktie hat angesichts einer stagnierenden Pipeline seit dem Hoch vom Februar 2017 fast die Hälfte ihres Wertes verloren. Randgold muss sich mit Arbeiterprotesten in der Elfenbeinküste, einem Steuerstreit in Mali und einer möglichen Verschärfung der Auflagen in der Demokratischen Republik Kongo auseinandersetzen.

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Anleger warfen der Branche falsches Kapitalmanagement vor und zogen sich zurück. Der bisherige Randgold-Chef und künftige Vorstandschef des neuen Unternehmens, Mark Bristow, selbst beklagte unlängst die „Wertvernichtung“ in der Goldminen-Industrie. Auch der in diesem Jahr um zehn Prozent gesunkene Goldpreis macht Probleme.

Bei den Anlegern kam die geplante Fusion gut an: Randgold-Aktien legten in London um sechs Prozent zu, die in den USA notierten Papiere stiegen vorbörslich um fast sieben Prozent. Barrick-Anteilsscheine notierten dort drei Prozent im Plus. Das neue Unternehmen wird in New York und Toronto gelistet.

Randgold-Aktionäre sollen für ihre Anteile jeweils gut sechs neue Barrick-Papiere bekommen und an dem künftigen Branchenriesen zu rund einem Drittel beteiligt sein.

opl, rtr, Bloo
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