Brandanschlag auf Tesla: Fabrik bis Ende nächster Woche ohne Strom
Die Fabrik in Grünheide wurde komplett geräumt, so das Unternehmen. In mehreren Städten und Gemeinden der Region fiel der Strom zeitweise aus. Die Brandenburger Polizei geht von Brandstiftung aus. Das Landeskriminalamt nahm Ermittlungen auf. Den Schaden zu beheben könnte eine Zeit lang dauern: Noch bis Ende nächster Woche werde die Fabrik ohne Strom sein, sagte eine Sprecherin des Unternehmens am Mittwochabend zur Nachrichtenagentur Reuters.
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) verurteilte den mutmaßlichen Brandanschlag. „Ein solcher Anschlag auf unsere Strominfrastruktur ist eine schwere Straftat, die durch nichts zu rechtfertigen ist“, erklärte Faeser am Dienstag in Berlin. Wirtschaftsminister Robert Habeck forderte rasche Aufklärung und Ahndung. „Gewalt und Sabotage dürfen kein Mittel der Auseinandersetzung sein“, sagte der Grünen-Politiker.
Zu der Tat hatte sich die linksextremistisch eingestufte „Vulkangruppe“ in einem Schreiben bekannt. Darin wirft die Gruppe Tesla „extreme Ausbeutungsbedingungen“ vor und fordert die „komplette Zerstörung der Gigafactory“.