Siemens: Vorstand des Dax-Konzerns sorgt für Spekulationen um Busch-Nachfolge
München. Der Technologiekonzern Siemens justiert die Machtverhältnisse neu und erweitert den Vorstand zum 1. Oktober von fünf auf sieben Mitglieder. Für mehrere Topmanager beginne damit auch eine Bewährungsprobe für möglicherweise noch höhere Aufgaben, verlautet aus Konzernkreisen.
Das neu formierte Team wird anspruchsvolle Aufgaben lösen müssen. Nachdem die Geschäfte in den vergangenen Jahren sehr gut liefen, steht aktuell vor allem das Kerngeschäft Industrie-Automatisierung unter Druck. Die Investoren erwarten eine deutliche Steigerung der Profitabilität.
„Das neue Vorstandsteam muss den Kapitalmarkt von der Umsetzung seiner Strategie überzeugen und die Bewertungslücke zu den Wettbewerbern wie Schneider und ABB schließen“, sagte Ingo Speich, Leiter Nachhaltigkeit und Corporate Governance der Deka Investment, dem Handelsblatt. Dazu müsse Siemens „trotz des stärker werdenden konjunkturellen Gegenwinds gegenüber seinen Wettbewerbern profitabler“ wachsen.
Wenn nötig, müsse der neue Vorstand auch harte Entscheidungen wie die Trennung von margenschwachen Segmenten treffen, sagte Vera Diehl, Portfolio-Managerin bei Union Investment. Die Investorin fordert unter anderem die Abspaltung der Bahntechnik.