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Elektroautobauer Tesla spricht offenbar mit CATL über kobaltfreie Akkus für E-Autos

Tesla will Insidern zufolge in China offenbar erstmals kobaltfreie Akkus einsetzen. Es gebe fortgeschrittene Gespräche mit dem Hersteller CATL.
18.02.2020 - 14:13 Uhr Kommentieren
Tesla spricht wohl mit CATL über kobaltfreie Akkus für E-Autos Quelle: AFP
Tesla

Mit dem Einbau der neuen Zellen könnte Tesla die Kosten senken und Elektroautos günstiger anbieten.

(Foto: AFP)

Peking Tesla treibt die Batterietechnologie voran und will in China offenbar erstmals Akkus einsetzen, die ohne das Schwermetall Kobalt auskommen. Dazu befinde sich der US-Elektroautopionier in fortgeschrittenen Gesprächen mit dem chinesischen Batteriehersteller CATL, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Für die bisher üblichen Lithium-Ionen-Batterien wird Kobalt benötigt, das wegen des energieaufwändigen Abbaus nicht nur teuer ist. Da sich die Lagerstätten überwiegend im Kongo befinden und der Rohstoff dort zudem unter fragwürdigen Bedingungen wie etwa Kinderarbeit abgebaut wird, ist es auch höchst umstritten. Auch andere Hersteller suchen deshalb nach Alternativen.

Die Gespräche mit CATL (Contemporary Amperex Technology) habe Tesla vor mehr als einem Jahr mit dem Ziel aufgenommen, Lithium-Eisenphosphat-Batterien zu erhalten. Diese seien um einen zweistelligen Prozentsatz günstiger als herkömmliche Akkus, sagte einer der Eingeweihten. Tesla und CATL lehnten einen Kommentar ab.

Mit dem Einbau der neuen Zellen könnte Tesla die Kosten senken und Elektroautos günstiger anbieten. Der Konzern aus dem Silicon Valley hat in Shanghai binnen weniger Monate sein erstes Autowerk außerhalb der USA hochgezogen. Dort hat vor Kurzem die Auslieferung von Fahrzeugen des Typs Model 3 begonnen. Zurzeit bemüht sich Tesla bei chinesischen Behörden um die Genehmigung zum Bau von Fahrzeugen dieses Modells mit größerer Reichweite.

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    Hersteller von Elektroautos verwenden wegen der höheren Energiedichte in der Regel Nickel-Kobalt-Aluminium-Akkus oder solche mit Nickel, Mangan und Kobalt. Die Energiedichte ist entscheidend dafür, wie lange ein E-Auto mit einer Batterieladung fahren kann. Um Dichte und Sicherheit seiner Lithium-Eisenphosphat-Batterien zu erhöhen, habe CATL an seiner Cell-to-pack-Technologie gearbeitet, hieß es. Nach dieser Technologie werden die Zellen direkt in den Batteriepack integriert. Bislang werden die Akkus zunächst in Modulen verbaut, die wiederum zu Batteriepacks zusammengebaut werden.

    Es sei nicht klar, in welchem Umfang Tesla beabsichtige, kobaltfreie Batteriezellen zu verwenden, sagte einer der Insider. Der Autobauer habe nicht vor, auf die bisher verwendeten Lithium-Ionen-Zellen zu verzichten. Seine künftige Batterie-Strategie will Tesla-Chef Elon Musk bei einer Veranstaltung im April vorstellen.

    Mehr: Der Naturschutzverein „Grüne Liga“ hat vor Gericht einen Rodungsstopp auf dem Tesla-Gelände in Brandenburg erzwungen.

    • rtr
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