Elliott, Temasek, Bluebell und andere: 29 deutsche Unternehmen sind potenzielle Ziele für aktivistische Investoren
Bei dem Gesundheitskonzern ist der amerikanische Hedgefonds Elliott eingestiegen.
Foto: dpaDüsseldorf. Europas Unternehmen müssen sich im kommenden Jahr verstärkt auf Attacken aktivistischer Investoren einstellen. Vor allem Unternehmen in Deutschland und in der Schweiz sind im Visier der Fonds, die Einfluss auf die Unternehmensführung nehmen und so den Aktienkurs nach oben treiben wollen. Das prognostiziert das Beratungsunternehmen Alvarez & Marsal (A&M).
Getrieben werde dies von den niedrigen Börsenbewertungen speziell deutscher Firmen und dem Trend zu Abspaltungen von Konzernteilen, heißt es in einer aktuellen Analyse von A&M, die dem Handelsblatt vorliegt.
Die Kapitalmarktexperten betreiben eine führende Datenbank zum Gebaren aktivistischer Fonds und dem Einfluss von Investoren auf 1600 börsennotierte Unternehmen in Europa. „Unsere Daten signalisieren, dass die Fonds sich wieder verstärkt für Unternehmensbeteiligungen interessieren und eine Gegenpositionen zum Management bilden werden – öffentlich wie auch hinter geschlossenen Türen“, sagt Patrick Siebert, Managing Director und Co-Chef von A&M in Deutschland.
Erste Anzeichen dafür gibt es bereits, wie der Fall Fresenius zeigt. Bei dem Gesundheitskonzern ist der unbequeme US-Hedgefonds Elliott eingestiegen und steht im Austausch mit dem Vorstand um den neuen CEO Michael Sen. In der aktuellen Analyse hat A&M 29 deutsche Unternehmen identifiziert, die in den nächsten 18 Monaten von Attacken aktivistischer Investoren bedroht sind.