Gernot Döllner: Trotz Gewinneinbruch – Audi-Chef soll länger bleiben
München, Düsseldorf. Die Zölle von US-Präsident Donald Trump, Kosten für den Konzernumbau und schwache Geschäfte in China haben den Gewinn von Audi im ersten Halbjahr einbrechen lassen. In den ersten sechs Monaten hat der Autohersteller mit 1,3 Milliarden Euro mehr als ein Drittel weniger verdient als im Vorjahr. Zudem senkt die VW-Tochter ihre Prognose für das laufende Jahr. Die Umsatzerwartung schrumpfte um 2,5 Milliarden auf 65 bis 70 Milliarden Euro. Auch eine deutlich niedrigere Rendite wird erwartet.
Die schlechten Zahlen kommen nicht überraschend. Seit Beginn des Jahres sprechen die Audi-Manager von einem Übergangsjahr, das man nicht an den Zahlen messen solle. „Die Lage bleibt anspruchsvoll“, sagte Finanzchef Jürgen Rittersberger am Montag in Ingolstadt. Die Vorbereitungen für die Wende liefen aber auf Hochtouren.