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Gewinn-RankingPorsche, Ferrari, BMW – so viel verdienen die Premiumhersteller mit jedem Auto

Premiumautos werfen auch Premiumgewinne ab – in der Regel. Doch längst nicht alle Hersteller der Oberklasse arbeiten profitabel. Eine Übersicht.Lukas Bay und Tobias Harmeling 07.08.2018 - 06:38 Uhr Artikel anhören

Düsseldorf. Das Rennen der großen Premiumhersteller ist eng – zumindest, wenn es um die Profitabilität geht. Eine zweistellige Rendite erwirtschaften aber nur wenige Luxushersteller. Manche fahren sogar einen Verlust ein, zeigt ein Vergleich des Center of Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen.

BMW gibt seit Jahren das gleiche Ziel aus: Zwischen acht und zehn Prozent operativen Gewinn wollen die Bayern erwirtschaften. Im ersten Halbjahr lag die operative Rendite bei 9,2 Prozent. Das war zwar deutlich schlechter, als viele erwartet hatten, aber immer noch besser als die direkte Konkurrenz.

Mit 1,2 Millionen verkauften Autos – Mini und Rolls-Royce eingeschlossen – sind die Bayern auch der größte Premiumhersteller der Welt. Der Umsatz von durchschnittlich 33.401 Euro pro Auto ist zwar niedriger als bei den meisten anderen Konkurrenten. Doch mit jedem Auto verdient BMW immer noch 3.057 Euro.

Die Marke aus Ingolstadt arbeitet in ihrer Preisklasse schon sehr profitabel und liegt auf Augenhöhe mit BMW und Daimler.

Foto: Reuters

Auch Audi erzielt mit 8,9 Prozent eine solide Rendite – und das trotz Dieselkrise. Neben der Audi-Produktion kümmert sich das Unternehmen auch noch um die Luxusmarke Lamborghini, liefert Teile nach China und verkauft Motoren. Der Umsatz pro Fahrzeug ist mit 37.851 Euro hoch, der Gewinn pro Fahrzeug mit 3.347 Euro sogar noch höher als bei den beiden Konkurrenten BMW und Mercedes.

Dr. Z. ist ratlos: Der operative Gewinn der Schwaben ist im ersten Halbjahr deutlich gesunken.

Foto: dpa

Die britische Raubkatze zeigte zuletzt Schwäche: Der anstehende Brexit drückt auf den Gewinn.

Foto: dpa

Der Brexit wird für Jaguar Land Rover zunehmend zum Problem. Mit einer operativen Rendite von nur 1,7 Prozent im ersten Halbjahr haben die Briten den Anschluss an die deutsche Konkurrenz verloren. Mit ihren 318.000 produzierten Fahrzeugen erwirtschafteten sie im Schnitt einen Umsatz von 45.652 Euro, davon bleiben allerdings nur 779 Euro hängen. Denn auch im hochlukrativen China-Geschäft kommt Jaguar Land Rover nur schleppend voran.

Global sind die Schweden solide aufgestellt. Vor allem in China sprudeln die Gewinne.

Foto: Reuters

Nicht nur Wimbledon-Siegerin Angelique Kerber ist treue Porsche-Fahrerin: Die Sportwagen aus Zuffenhausen sind nicht nur teuer, sondern auch sehr profitabel für den Hersteller.

Foto: dpa

Porsche gehört im ersten Halbjahr wieder einmal zu den Gewinnmaschinen der Oberklasse. Von den 91.309 Euro, die Porsche mit jedem verkauften Fahrzeug umsetzt, bleibt ein operativer Gewinn von 18,4 Prozent oder 16.780 Euro. Dabei sind die Zuffenhausener für dieses Jahr ausverkauft. Wer jetzt einen Cayenne oder Panamera kauft, muss mindestens bis März 2019 warten.

Die Aktionäre feierten Elon Musk zuletzt trotz Rekordverlusten. Der Glaube an den Durchbruch ist derzeit stärker als das Betriebsergebnis.

Foto: Reuters
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Und diese Zahlen sind sogar noch durch eine staatliche Hilfe geschönt: Tesla erhielt im ersten Halbjahr 50 Millionen US-Dollar ZEV(Zero Emission Vehicles)-Gutschrift in den USA. Damit honorieren US-Bundesstaaten – also in Teslas Fall Kalifornien – emissionsarme Fahrzeuge.

Der Levante-SUV ist für Maserati ein Glückfall. Der Absatz steigt, die Rendite bleibt solide.

Foto: AFP

Rot sind bei Ferrari nur die Sportwagen. Auch im ersten Halbjahr war keine Premiummarke profitabler.

Foto: dpa

So schön kann ein Verlustbringer sein. Mit jedem Auto macht die britische VW-Tochter im ersten Halbjahr einen fünfstelligen Verlust.

Foto: AP
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