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Industriekonzern Thyssen-Krupp streicht 800 Jobs in Autozuliefersparte

Thyssen-Krupp konkretisiert seine Pläne für den Abbau von insgesamt 6000 Stellen. Von der Batterie- und Antriebsmontage will sich der Konzern trennen.
29.09.2020 Update: 29.09.2020 - 13:27 Uhr Kommentieren
Insgesamt will Thyssen-Krupp im Rahmen einer Umstrukturierung 6000 Arbeitsplätze einsparen. Quelle: dpa
Thyssen-Krupp

Insgesamt will Thyssen-Krupp im Rahmen einer Umstrukturierung 6000 Arbeitsplätze einsparen.

(Foto: dpa)

Düsseldorf, Essen Der schwächelnde Industriekonzern Thyssen-Krupp streicht in den Anlagenbau-Töchtern seiner Autozuliefersparte 800 Arbeitsplätze. Davon betroffen seien rund 500 Jobs in Deutschland, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Die bisherige Einheit System Engineering werde in zwei eigenständige Geschäftseinheiten aufgeteilt: Zukünftig wird es einen auf Karosseriemontage spezialisierten Anlagenbauer geben, der weiterhin im Segment Automotive Technology von Thyssen-Krupp geführt werde.

Die Antriebs- und Batteriemontage würden in einem Unternehmen gebündelt, das zum Portfoliosegment Multi-Tracks von Thyssen-Krupp gehört. Für die Unternehmen, die in diesem Geschäftsfeld angesiedelt sind, soll eine Lösung außerhalb des Konzerns gefunden werden.

Thyssen-Krupp erwartet, dass die Produktionszahlen der Autoindustrie frühestens in zwei bis drei Jahren wieder das Vorkrisenniveau erreichen werden. „Deshalb müssen wir die Teilung und Neuaufstellung des Unternehmens nutzen, um die Strukturen und Verwaltungskosten in beiden Geschäften dem Marktniveau anzupassen“, begründete der Vorstandschef von Thyssenkrupp System Engineering, Ingo Steinkrüger, die Stellenstreichungen. Dabei werde man „das Standortkonzept anpassen und Kompetenzen bündeln“. Thyssen-Krupp hat in diesem Bereich neun Standorte in Deutschland.

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    Insgesamt will Thyssen-Krupp im Rahmen einer Umstrukturierung 6000 Arbeitsplätze einsparen. Neben der Antriebs- und Batteriemontage will sich der Ruhrkonzern dabei auch von seiner Anlagenbausparte Industrial Solutions sowie der Grob-Blech-Produktion in Duisburg trennen.

    Mehr: IG-Metall-Chef Jörg Hofmann lehnt eine Fusion mit Salzgitter ab.

    • rtr
    • dpa
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