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InsolvenzMehrere Interessenten wollen offenbar Windhorst-Werften kaufen

Nach der Pleite der Werften FSG und Nobiskrug gibt sich der Insolvenzverwalter optimistisch. Schon Anfang 2025 könnte eine Lösung für die Unternehmen gefunden werden. 23.12.2024 - 14:29 Uhr Artikel anhören
Die Windhorst-Werften könnten schon bald einen neuen Besitzer finden. Foto: imago images/F. Anthea Schaap

Flensburg. Für die Windhorst-Werften FSG in Flensburg und Nobiskrug in Rendsburg gibt es nach Angaben der vorläufigen Insolvenzverwalter mehrere Interessenten. Es gebe für jeden der beiden Standorte Interessenten sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland, sagte Christoph Morgen bei einem Besuch von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) bei der FSG.

Man sei erstaunlich weit dafür, dass man erst seit zehn Werktagen dabei sei, „deshalb haben wir berechtigte Hoffnung, dass das klappen kann, aber es ist bei Weitem noch nicht in trockenen Tüchern.“

Der für Nobiskrug zuständige vorläufige Insolvenzverwalter Hendrik Gittermann betonte ebenfalls, die Suche entwickle sich erfreulich und es gebe Nachfragen nach beiden Standorten. „Aber jetzt kommt die Weihnachtszeit und dann ist die Zeit wirklich, wirklich knapp, um bis zum 1. Februar Lösungen für beide Standorte zu erarbeiten.“ 

Habeck sagte, er habe mit Interessenten gesprochen und „wirklich das tiefe Gefühl“, dass an den Standort geglaubt werde und dieser weiterentwickelt werden solle. Er betonte die Chancen, die es etwa im Bereich des Konverterbaus gebe. „Es wäre klug und sinnvoll diese Schaltstellen der Energiewende auf hoher See in Europa, in Deutschland und vielleicht auch in Flensburg zu bauen oder mitzubauen.“ Dafür seien Bürgschaftsprogramme geschaffen worden. 

Bis Ende Januar sind den Angaben zufolge Löhne und Gehälter über das Insolvenzgeld gesichert. Auch die Betriebskosten seien bis dahin sichergestellt, „weil wir einen durch die Bürgschaftsbank de Landes Schleswig-Holstein gesicherten Kredit für die Kosten bis Ende Januar bekommen“, sagte Morgen. Für die Zeit danach brauche es zunächst kurzfristige Beschäftigung und einen Investor, der langfristig ein Konzept habe und Arbeit mit auf die Werft bringe. 

Am 12. Dezember war bekanntgeworden, dass die Amtsgerichte Flensburg und Neumünster für vier Gesellschaften der Werftengruppe des Investors Lars Windhorst die Insolvenzeröffnungsverfahren eingeleitet haben. Die beiden Werften gehören zur Tennor-Gruppe von Windhorst. Sie haben schon seit längerem Probleme.

dpa
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