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Luftfahrt Ex-Airbus-Chef Tom Enders unterstützt Start-up Lilium

Der erfahrene Luftfahrtmanager wird Mitglied im Verwaltungsrat des Jungunternehmens, das an einem elektrisch betriebenen Flugtaxi arbeitet. Enders zeigt sich begeistert – und fasziniert.
11.01.2021 - 20:24 Uhr Kommentieren
„Unsere Branche braucht nichts dringender als Innovation und neue Perspektiven“, schreibt der ehemalige Airbus-Chef. Quelle: Reuters
Tom Enders

„Unsere Branche braucht nichts dringender als Innovation und neue Perspektiven“, schreibt der ehemalige Airbus-Chef.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Mit Tom Enders erhält das Team des Jungunternehmens Lilium prominente Unterstützung. Der erfahrene Luftfahrtmanager wird Mitglied im Verwaltungsrat (Board) der Münchener Firma, teilte das Unternehmen am Montagabend mit.

Die Berufung von Enders reiht sich ein in gleich mehrere personelle Änderungen bei Lilium. Erst vor wenigen Tagen hatte das Unternehmen mit Alastair McIntosh einen neuen Chief Technology Officer und Head of Design gefunden. McIntosh hat zuvor viele Jahre für Rolls-Royce gearbeitet, kennt sich also ebenfalls bestens in der Luft- und Raumfahrt aus.

Im November 2020 wurde zudem Geoffrey Richardson als neuer Finanzchef benannt. Auch er kennt sich gut im Thema Mobilität aus. Er war zuvor in gleicher Funktion beim Spezialisten für autonome Fahrzeuge, Cruise, tätig.

Und auch der Verwaltungsrat ist neben Enders prominent besetzt. Ihm gehören Lilium-CEO und Mitgründer Daniel Wiegand, der schwedische Unternehmer Niklas Zennström, der deutsche Gründer und Investor Frank Thelen sowie David Wallerstein, der Chief Exploration Officer von Tencent, an.

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    CEO will Unternehmen auf Marktstart des Lilium-Jets vorbereiten

    Mit der erkennbaren Professionalisierung der Führungsgremien verfolgt CEO Wiegand ein Ziel: Er will das Jungunternehmen rechtzeitig auf den Marktstart des Lilium-Jets vorbereiten.

    Vor einigen Monaten ist Lilium eine Kooperation mit dem US-Immobilienentwickler Tavistock Development Company eingegangen. Beide wollen in Lake Nona bei Orlando (Florida) den ersten sogenannten Vertiport in den USA errichten. Vertiports sind spezielle Flughäfen für die Senkrechtstarter von Lilium.

    Die Station soll bereits 2025 in Betrieb gehen. Gemessen an der geplanten Reichweite des Jets mit rund 300 Kilometern hat der Vertiport in den USA ein Einzugsgebiet mit immerhin 20 Millionen Menschen.

    300 Kilometer Reichweite geplant. Quelle: dpa
    Elektro-Flugtaxi von Lilium

    300 Kilometer Reichweite geplant.

    (Foto: dpa)

    Um das ehrgeizige Ziel zu erreichen, brauchen Wiegand und sein Team kräftige Unterstützung – nicht nur finanzieller Art. Er habe nicht lange nachdenken müssen, als ihn Wiegand gefragt habe, ob er in den Verwaltungsrat der Firma einziehen möchte, schreibt Enders in einem Blogbeitrag auf der Webseite von Lilium.

    „Diese Art des Pioniergeistes, der Innovation und des unternehmerischen Mutes haben mich schon immer fasziniert und mich während meiner fast 30-jährigen Karriere in der Luftfahrtindustrie angetrieben“, so Enders.

    Auch wenn die Idee eines Lufttaxis nicht neu sei, jetzt seien die Rahmenbedingungen so, dass die Idee auch realisiert werden könne, glaubt der frühere Airbus-Chef und verweist etwa auf die moderne Batterietechnologie. Zudem habe ihn bei Lilium begeistert, wie sehr die Firma von Beginn an mit einem klaren Geschäftsmodell angetreten sei.

    Lilium will mit seinem neuen Luftfahrzeug Städteverbindungen anbieten. „Wir werden unseren Taxi-Dienst 2025 starten“, hatte CEO Wiegand dem Handelsblatt im vergangenen Jahr gesagt. Es werde danach nicht lange dauern, bis der Dienst nur unwesentlich teurer sein werde als ein ICE-Ticket.

    „Unsere Branche braucht nichts dringender als Innovation und neue Perspektiven“, schreibt Enders: „Das ist der einzige Weg, wie wir bestehen und unsere Lizenz zum Fliegen erneuern können.“

    Mehr: Lufthansa bildet Piloten für Flugtaxi Lilium aus.

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