Mathias Geisen: Elektroverfechter und Hobbyfotograf – So tickt der neue „Man of the Van“ von Mercedes
Der Manager will das Transportergeschäft der Marke mit dem Stern deutlich breiter aufstellen.
Foto: dpaStuttgart. Der Zungenschlag verrät es. „Schwabe bin ich nicht“, sagt Mathias Geisen schmunzelnd. Tatsächlich ist der neue Chef der Van-Sparte von Mercedes-Benz gebürtig aus Essen. Dennoch hat der 43-Jährige bis jetzt sein gesamtes Berufsleben bei dem Stuttgarter Autobauer verbracht. Und die Reise ins Schwabenland soll noch lange nicht zu Ende sein. Im Gegenteil. Geisen hat viel vor.
Konkret will der Manager das Transportergeschäft der Marke mit dem Stern deutlich breiter aufstellen. Bisher verkauft Mercedes fast 65 Prozent seiner Vans in der EU. Damit sei die Division stark „europalastig“, analysiert Geisen.
Er will diese Abhängigkeit reduzieren und verstärkt nach Übersee und Fernost expandieren. „Wir haben klare Wachstumspläne in den USA und in China“, sagt Geisen. In den Vereinigten Staaten gebe es noch großes Potenzial bei Gewerbekunden. „Da geht mehr“, bekundet Geisen.
In China zielt Mercedes unterdessen mit Fabrikaten wie der V-Klasse verstärkt auf Privatkunden. Dieser Bereich, der bisher lediglich ein Drittel des Gesamtabsatzes ausmacht, soll erheblich ausgebaut werden. Zumal auch der Kastenwagen Sprinter als Reisemobil gut ankomme. Die unterschiedlichen Nutzungskonzepte ließen sich „sehr sauber austarieren“, erklärt Geisen.