Mercedes: Autobauer kappt Kapazitäten und verlagert mehr Produktion nach Osteuropa
Sindelfingen, Wien. Der Autobauer Mercedes-Benz hat im vergangenen Jahr vor allem wegen des schlecht laufenden Geschäfts in China einen deutlichen Gewinneinbruch erlitten. Das Betriebsergebnis fiel um 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 13,6 Milliarden Euro, wie der im Leitindex Dax notierte Konzern am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz ging um 4,5 Prozent auf 145,5 Milliarden Euro zurück.
Die Umsatzrendite in der Hauptsparte Pkw sackte um 4,5 Prozentpunkte ab auf 8,1 Prozent, auch im kleineren Geschäftsfeld Vans ging der operative Gewinn zurück. Im Vorjahr war die Rendite insgesamt noch zweistellig.
Im laufenden Jahr wird die Lage nach Einschätzung des Autobauers nicht besser, sondern noch schlechter: Absatz und Umsatz sollen abermals leicht unter Vorjahr liegen, das Konzern-Betriebsergebnis dürfte deutlich sinken, das wären mehr als 15 Prozent Rückgang. Auch der Barmittelzufluss wird merklich schrumpfen.
Mercedes-Aktie fällt zum Handelsstart
Darüber hinaus dürfte der Neuwagenabsatz noch mal leicht unter das ohnehin schon geringe Niveau von zuletzt 1,98 Millionen Fahrzeugen schrumpfen. In der dominanten Pkw-Sparte dürfte Mercedes 2025 nur eine Marge zwischen sechs und acht Prozent erreichen.