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PharmaindustrieUmsatzstarkes Augenmedikament: Bayer strebt Zulassung für höhere Eylea-Dosierung an

Die höhere Dosierung könnte eine Erleichterung für Patienten sein und zum Behandlungsstandard werden. Für Bayer ist das Medikament von großer Bedeutung. 08.09.2022 - 17:00 Uhr Artikel anhören

Die zeitnahe Zulassung wäre für Bayer umsatztechnisch von Vorteil, da das Patent für Eylea in ein paar Jahren ausläuft.

Foto: Reuters

Frankfurt. Bayer kommt bei der Entwicklung einer neuen, höher dosierten Version seines Augenmittels Eylea voran. In zwei zulassungsrelevanten Studien konnte Eylea in der höheren Dosierung die Sehkraft von Patienten mit feuchter altersbedingter Makuladegeneration sowie diabetischem Makulaödem mit weniger häufigen Injektionen verbessern, wie der Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern am Donnerstag mitteilte.

Die Ergebnisse wurden demnach mit einem Abstand der Injektionen von 16 Wochen bei bis zu 89 Prozent der Patienten erreicht. Die niedrigere, derzeit zugelassene Dosierung wird dagegen standardmäßig mit einem Abstand von acht Wochen verabreicht. Für Patienten könnte dies eine deutliche Erleichterung bedeuten, da das Medikament als Injektion in das Auge verabreicht wird.

Bayer will nun die Daten bei Gesundheitsbehörden außerhalb der USA für eine Zulassung einreichen. Nach Einschätzung von David Brown, Direktor der Research Retina Consultants of Texas in den USA und einer der Studienleiter, hat die höhere Dosierung das Potenzial, der neue Behandlungsstandard zu werden.

Die Sicherheit sei vergleichbar mit der schon etablierten Version gewesen. Eylea ist das zweitumsatzstärkste Medikament für Bayer. Im vergangenen Jahr setzte der Konzern mit der Arzneigut 2,9 Milliarden Euro um.

Doch Mitte des Jahrzehnts verliert Eylea seinen Patentschutz, dann drohen Umsatzeinbußen durch Nachahmerpräparate. Zudem forscht auch die Konkurrenz daran, Behandlungen für Makulaödeme und altersbedingte Makuladegeneration zu entwickeln, die weniger Eingriffe erfordern.

Der Schweizer Pharmariese Roche konnte in Studien mit seinem Mittel Vabysmo die Zeit zwischen den Behandlungen ebenfalls auf 16 Wochen bei über 60 Prozent der Patienten verlängern. Vabysmo hatte Ende Juli grünes Licht von der EU-Arzneimittelbehörde EMA erhalten.

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Bayer arbeitet mit dem US-Biotechunternehmen Regeneron bei Eylea zusammen. Regeneron vertreibt das Medikament in den USA, Bayer im Rest der Welt.

rtr
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