Reifenhersteller: Continental profitabler als erwartet – Aktie an Dax-Spitze
Frankfurt. Ein gut anlaufendes Winterreifengeschäft und höhere Preise treiben den Gewinn beim Reifenhersteller Continental stärker als erwartet nach oben. Damit wirtschaftete der Konzern insgesamt profitabler als am Markt gedacht, im Reifengeschäft übertrumpfte Conti gar die eigenen Erwartungen.
Und auch die zum Verkauf bestimmte Kunststofftechniksparte ContiTech schnitt mit einer deutlich höheren Marge ab, als ihr Analysten zugetraut hatten. Das Management um Konzernchef Nikolai Setzer bestätigte zudem die Jahresziele.
Die Aktie kletterte am Freitagmorgen kräftig. Mit zeitweise knapp zehn Prozent Kursplus sicherte sich das Papier den unangefochtenen Spitzenplatz im Dax.
Damit setzt sich die Erholung vom Mitte Oktober erreichten Zwischentief fort – da war der Anteilsschein noch auf das niedrigste Niveau seit Ende Juni zurückgefallen. Seit Jahresbeginn können sich Conti-Aktionäre nun über ein Plus von knapp einem Fünftel freuen.
Ein Händler kommentierte, die Conti-Zahlen seien nach der jüngsten Gewinnwarnung des französischen Konkurrenten Michelin besonders erfreulich. Akshat Kacker von der US-Bank JP Morgan lobte, der Konzern habe die Erwartungen deutlich übertroffen und hob zudem die gute Positionierung der Hannoveraner hervor.
Das Unternehmen aus Hannover hatte sein Autogeschäft im September unter dem Namen Aumovio an die Frankfurter Börse gebracht. Zudem wurde das Geschäft mit Schlauchleitungen und Lagerelementen verkauft. ContiTech soll im kommenden Jahr abgegeben werden. Continental wird damit wieder zum reinen Reifenhersteller.
Der französische Rivale Michelin hatte dagegen zuletzt seinen Ausblick für das Gesamtjahr gesenkt und das mit schwächeren Geschäften in Nordamerika begründet. Das werde auch durch einen höheren Absatz in anderen Regionen nicht wettgemacht. Zudem lasteten die Zölle von US-Präsident Donald Trump auf der Gewinnmarge.