Rüstung: Wie Airbus und Dassault Europas Superkampfjet entwickeln
München. Das „Future Combat Aircraft System“ (FCAS) ist das wohl größte Rüstungsprojekt, das die kommende Bundesregierung angehen wird. Gemeinsam mit dem französischen Rüstungskonzern Dassault will Airbus Defence eine neue Generation von Kampfflugzeugen und Drohnen entwickeln, die Europa aus der Luft schützen sollen.
„FCAS ist mehr als ein Flugzeug, es ist die Zukunft des vernetzten Luftkampfs“, wirbt Airbus-Defence-Chef Michael Schöllhorn im Gespräch mit dem Handelsblatt für das Projekt.
Geht es nach Schöllhorn, wird die Bundeswehr schon bald erste Ergebnisse sehen: „Der Weg zu FCAS wird in Etappen verlaufen, beispielsweise über die Vernetzung eines bestehenden Waffensystems wie des Eurofighters und den Einsatz von Drohnen.“ Am Ende stehe der neue Flieger, der alle Fähigkeiten des Tornados, des Eurofighters und des US-Kampfjets F-35 ersetzen könnte. Der neue Jet wird – Stand heute – aber nicht vor 2040 einsatzbereit sein. Zu spät, klagen Kritiker.
Die anstehende Diskussion um das Milliardenprojekt FCAS trifft die deutsche Politik an einem historischen Wendepunkt. Europa ist mit der Neuausrichtung der US-Außenpolitik zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg gefordert, seine Verteidigung ohne amerikanische Unterstützung zu organisieren.