Rüstungsindustrie: Aus diesem Grund setzen Unternehmen auf Standardisierung
Augsburg. Fast ein Dutzend schwerer Panzertypen gibt es in Europa – Russland und die USA haben jeweils nur zwei. Diese teure Typenvielfalt störte in Friedenszeiten niemanden. Doch nun wollen die europäischen Nato-Staaten für mehrere hundert Milliarden Euro neue Waffen kaufen – und verlangen standardisierte Produkte.
Denn die Typenvielfalt ist ein echter Nachteil im Krieg. Schon jetzt ist die Versorgung der vielen unterschiedlichen Panzertypen, die der Westen in die Ukraine geliefert hat, eine große Herausforderung für die ukrainische Armee, erklärt ein Rüstungsmanager im Hintergrund. Russland hingegen kann seine Logistik auf zwei Panzertypen ausrichten.
Bundeswehr plant Großbestellungen
Den Auftakt soll ein neues Getriebe für Panzerfahrzeuge über 50 Tonnen machen, das Renk ab dem Jahr 2027 ausliefern will. Durch das neue Getriebe werde „die logistische Gleichheit der Streitkräfte gestärkt und eine schnellere Verfügbarkeit von Ersatzteilen erreicht“, erklärte Renk-Chef Alexander Sagel bei der Vorstellung in Augsburg.