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Siemens-Konkurrent Corona-Virus lähmt das China-Geschäft von ABB

Wegen der Epidemie bleiben die Fabriken des Siemens-Konkurrenten in China geschlossen. Trotzdem blickt Konzernchef Voser optimistisch ins neue Jahr.
05.02.2020 - 14:37 Uhr Kommentieren
Der Konzernumbau machte sich auch in der Bilanz für das vergangene Jahr bemerkbar. Quelle: Reuters
ABB

Der Konzernumbau machte sich auch in der Bilanz für das vergangene Jahr bemerkbar.

(Foto: Reuters)

Zürich Der Schweizer Industriekonzern ABB steckt – mal wieder – im Umbau: Im vierten Quartal des vergangenen Jahres ging der Konzerngewinn des Siemens-Rivalen um rund ein Drittel auf 1,44 Milliarden US-Dollar zurück, Umsatz und Auftragseingänge stagnierten. Jetzt drohen auch noch Einbußen durch das Corona-Virus. „Das wird wahrscheinlich einen Einfluss haben“, sagte Peter Voser bei der Vorstellung der Bilanz für 2019.

Der Verwaltungsratschef von ABB führt das Unternehmen übergangsweise. Auf den designierten Firmenchef Björn Rosengren, der im kommenden März den Chefposten bei ABB übernimmt, warten also neue Herausforderungen. Wichtige Änderungen hatte Voser, der dann wieder den Posten des Verwaltungsratsvorsitzenden übernimmt, bereits vorgenommen.

So hat der Konzern etwa seine Stromnetzsparte verkauft, die verbleibenden Einheiten bekommen mehr Entscheidungsgewalt. Der Umbau machte sich auch in der Bilanz für das vergangene Jahr bemerkbar: Der Umsatz legte mit knapp 28 Milliarden US-Dollar zwar um ein Prozent zu, doch die angestrebten Wachstumsziele hat das Unternehmen einmal mehr verfehlt.

Angesichts der schwierigen Lage in der Automobilindustrie hatten die Schweizer vor allem in ihrer Robotersparte zu kämpfen: Hier gingen die Auftragseingänge um 18 Prozent zurück. Den gesunkenen Konzerngewinn erklärte ABB vor allem mit den Kosten für den Umbau und die Bereichsverkäufe.

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    Die Reaktionen an der Börse fielen dennoch positiv aus, zumal Analysten mit einem noch stärkeren Gewinnrückgang gerechnet hatten. Vontobel-Analyst Mark Diethelm spricht von einem „robusten Auftragseingang“. Der Ausblick bleibe aber weiterhin durchwachsen.

    Trotz des schwierigen konjunkturellen Umfelds soll der Umsatz in diesem Jahr stabil bleiben oder leicht wachsen, zudem will ABB die operative Marge steigern. Während sie 2019 bei 11,1 Prozent lag, peilt der Konzern nun 13 bis 16 Prozent an.

    Dabei könnte das Corona-Virus in China zum Problem werden, wo die Schweizer rund 15 Prozent ihres Umsatzes machen und rund 20.000 Mitarbeiter beschäftigen. „Seit Beginn dieser Woche sind alle Fabriken in China geschlossen“, sagte Voser. Für Mitarbeiter gelten Reisebeschränkungen, Rückkehrer aus China dürfen die Gebäude des Konzerns für 14 Tage nicht betreten.

    Wann die Produktion wieder anlaufen soll, ist offen. Zum Schutz der Belegschaft vor Ort hat der Konzern hunderttausende Gesichtsmasken geordert. Der designierte CEO Björn Rosengren, der vom Spezialmaschinenbauer Sandvik zu ABB kommt, steht also vor einer schwierigen Aufgabe.

    Er soll Peter Voser ablösen, der die Führung des Konzerns nach dem Abgang des langjährigen CEOs Ulrich Spiesshofer übernommen hatte. Der neue Chef arbeitet sich ein und soll ab ersten März die Führung übernehmen. „Er macht sich mit dem Geschäft vertraut und lernt die Leute kennen“, sagte Voser.

    Mehr: Björn Rosengren wird ab März 2020 neuer ABB-Chef. Der 60-jährige Schwede bekleidet derzeit noch den Chefposten beim Spezialmaschinen-Bauer Sandvik.

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