Ukraine-Krieg: Mit diesen Rohstoffen finanziert Russland den Krieg
Düsseldorf. Rund zweieinhalb Jahre nach dem Überfall auf die Ukraine füllt Moskau seine Kriegskasse weiter mit hohen Rohstoffexporten. Seit Kriegsbeginn hat Russland allein Öl, Gas und Kohle im Wert von nahezu 750 Milliarden Euro exportiert, wie neue Zahlen der unabhängigen Forschungsorganisation Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA) zeigen. Dazu kommen weitere Milliardenbeträge durch die Ausfuhr von Dünger-Chemikalien.
Seit diesem Frühjahr sind Russlands Exporte von Öl, Gas und Kohle sogar deutlich gestiegen: In den vergangenen vier Monaten lagen sie bei 66 Milliarden Euro. Das sind rund 38 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie Berechnungen des Handelsblatts auf Basis der CREA-Daten ergaben. Zu den Kunden gehören nicht nur China und Indien. Auch die EU importiert weiterhin Öl, Gas, Kohle, Chemie sowie Metalle.
Allein mit der Ausfuhr fossiler Brennstoffe haben russische Unternehmen seit Kriegsbeginn in der EU rund 202 Milliarden Euro umgesetzt. Der Staat verdient daran entweder direkt oder über Steuern zu einem großen Teil mit. Zum Vergleich: Nach Schätzungen der US-Regierung hat Russland der Krieg bisher mehr als 250 Milliarden Dollar gekostet.