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VolkswagenVW-Aktionäre fordern Blumes Rückzug von Porsche-Spitze

Auf der Hauptversammlung zeigt sich selbst der Konzernchef unzufrieden mit der Entwicklung des Aktienkurses. Auch Anleger sind skeptisch und kritisieren die VW-Spitze. 16.05.2025 - 11:07 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Oliver Blume bei der Hauptversammlung: Der VW-Chef ist unzufrieden mit der Aktienentwicklung. Foto: Britta Pedersen/dpa

Berlin. VW-Aktionäre fordern den Rückzug von Konzernchef Oliver Blume von der Porsche-Spitze. Angesichts der Krise beider Unternehmen solle sich der Top-Manager für die Führung von einem der beiden kriselnden Dax-Konzerne entscheiden, sagte Ingo Speich von der Fondsgesellschaft Deka auf der virtuellen VW-Hauptversammlung. „Sie stehen im Kreuzfeuer der Interessen und auch Ihr Tag hat nur 24 Stunden.“

Um bei Volkswagen das Ruder herumzureißen, müsse er sich auf eine der beiden Aufgaben konzentrieren, sagte Speich. „Dafür müssen Sie beide Hände am Steuer haben, und das ist derzeit nicht der Fall.“

Kritik kam auch von anderen Aktionärsvertretern: Volkswagen habe mit Blume nur einen Teilzeit-Chef, „dem die Probleme über den Kopf wachsen“, kritisierte Janne Werning von der Fondsgesellschaft Union Investment. Diese Doppelrolle sollte unverzüglich beendet werden, forderte Hendrik Schmidt vom Fonsanbieter DWS.

Blume: „Doppelrolle ist ein Erfolgsrezept“

Blume selbst erteilte dem eine Absage. „Die Doppelrolle ist ein Erfolgsrezept“, sagte er. „Gerade in aktuell herausfordernden Zeiten überwiegen die Vorteile bei Weitem.“ Klar sei aber auch: „Die Doppelrolle ist nicht auf die Ewigkeit angelegt.“ Entscheiden müsse das am Ende aber der Aufsichtsrat.

Mit Blick auf die Lage des VW-Konzerns sprach Blume von weiter herausfordernden Rahmenbedingungen. „Aktuell erleben wir eine Welt in rasantem Wandel.“ Hinzu käme nun neue Unsicherheit im US-Geschäft durch die Zollpolitik von Präsident Donald Trump.

Neuer Plan für US-Geschäft

Für das Nordamerika-Geschäft kündigte Blume einen Maßnahmeplan an, an dem nun gearbeitet werde. Bereits ab diesem Jahr würden US-Töchter von den Diversitätszielen des Konzerns ausgenommen, kündigte Rechtsvorstand Manfred Döss an. Trump fordert ein Ende solcher Programme zur Förderung benachteiligter Personengruppen.

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Spekulationen um Blumes Doppelrolle hatten zuletzt durch mehrere Wechsel im Porsche-Vorstand neue Nahrung erhalten. Finanzchef Lutz Meschke, der bisher als Kronprinz in Stuttgart galt, wurde abgelöst. Neuer Vizechef wird Entwicklungsvorstand Michael Steiner, der dafür die Leitung der Konzernentwicklung in Wolfsburg abgibt. Das hatte Spekulationen ausgelöst, Blume könnte seine Nachfolge in Stuttgart vorbereiten.

dpa
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