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VolkswagenVW will angeblich 2000 Stellen bei Softwaretochter Cariad streichen

Für die Umstrukturierung der VW-Tochter könnten ab dem kommenden Jahr 2000 Stellen abgebaut werden. Doch dafür braucht Cariad-Chef Bosch noch die Zustimmung der Gremien. 27.10.2023 - 17:53 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Montage bei VW: Entscheidend für den künftigen Erfolg ist die Software.

Foto: IMAGO/Uwe Meinhold

Frankfurt. Die Neuausrichtung der mit großen Schwierigkeiten gestarteten Volkswagen-Softwaretochter Cariad ist einem Bericht zufolge mit einem großen Stellenabbau verbunden. Das „Manager Magazin“ berichtete, der neue Spartenchef Peter Bosch habe einen Sanierungsplan für die marode Softwaretochter vorgelegt, nach dem 2000 der weltweit 6000 Stellen wegfallen sollen. VW-Konzernchef Oliver Blume unterstütze den Plan, der Stellenabbau solle 2024 beginnen, so das Magazin.

Ein Unternehmenssprecher wollte die Zahl auf Anfrage des Handelsblatts nicht kommentieren. „Der Cariad-Vorstand um CEO Peter Bosch arbeitet seit dem Sommer an einem umfassenden Transformationsplan für eine Neuaufstellung“, hieß es. Ziel sei es, Cariad zu einem wettbewerbsfähigen und zuverlässigen Softwarepartner für die Marken des Volkswagen Konzerns umzubauen. Die Transformationsplanung sei „in den finalen Zügen“, eine Kommunikation erfolgt nach Beschlussfassung durch die entsprechenden Gremien.

„Pauschaler Stellenabbau nach der Methode Rasenmäher ist mit uns nicht zu machen“, stellte ein Sprecher des Konzernbetriebsrats auf Anfrage des Handelsblatts klar. Konkrete Zahlen konnte auch er nicht bestätigen: „Bisher fehlen jegliche konkrete Infos zu der Frage, wo bei Cariad struktur- und aufgabenbezogen Stellen abgebaut werden sollen.“ Im Übrigen gelte aktuell eine laufende, ungekündigte Beschäftigungssicherung bis mindestens Mitte 2025, wonach betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen seien.

Bei Cariad will VW die Softwareentwicklung innerhalb des Konzerns bündeln, die bei der Umstellung der Produktpalette auf Elektroautos eine herausragende Rolle spielt. Probleme bei der Softwareentwicklung hatten zu Verzögerungen bei wichtigen Fahrzeugprojekten wie dem Porsche e-Macan und dem Audi Q6 e-tron und letztlich zur Ablösung von Konzernchef Herbert Diess geführt.

Sein Nachfolger Oliver Blume hatte einen personellen Neuanfang eingeleitet, bei dem drei von vier Cariad-Vorständen gehen mussten. Der neue Spartenchef Bosch, zuvor Produktionsvorstand der Konzerntochter Bentley, gilt als erfahrener Sanierer.

rtr, lab
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