VW, BMW, Mercedes: Deutsche Autohersteller sortieren mehr Verbrennungsmotoren aus
München, Wien, Düsseldorf. Die deutschen Autohersteller nehmen immer mehr Verbrennungsmotoren aus ihrem Programm. So will etwa Mercedes-Benz bei der nächsten Generation von kompakten Modellen wie CLA, GLA oder GLB weder Dieselmotoren noch Plug-in-Hybride anbieten, erfuhr das Handelsblatt aus Konzernkreisen. Die Baureihen werden ausschließlich vollelektrisch oder als Benziner vertrieben.
Auch BMW dünnt sein Aggregatportfolio in Europa kräftig aus. In der neuen 5er-Reihe gibt es jeweils nur noch einen reinen Vierzylinder Benzin und Diesel, dafür zwei Plug-in-Hybride und gleich drei reine Elektrovarianten. Die klassischen Sechszylindermotoren – einst der Markenkern der Münchener – baut BMW in seinem Werk im österreichischen Steyr lediglich für Exportmärkte wie die USA.
Der Kehraus von Diesel und Benzinern erfolgt in einer kritischen Phase. Denn die Nachfrage nach Verbrennern ist unerwartet hoch. Das Geschäft mit Elektroautos schwächelt dagegen. In Europa und den USA stagnieren die Marktanteile. Hierzulande sind die Verkäufe reiner Stromer im ersten Quartal sogar um 14 Prozent auf lediglich 81.000 Fahrzeuge geschrumpft. Der Volkswagen-Konzern hat in Europa sogar 24 Prozent weniger E-Autos verkauft als noch im Vorjahresquartal.