Rüstung: Konzerne haben Interesse an Technologie von VW, BMW und Mercedes
Düsseldorf. Deutschlands Autobauer könnten ihre Technologien für das automatisierte Fahren künftig auch im militärischen Bereich einsetzen. Von dieser Möglichkeit berichten Vertreter der Auto- und Rüstungsindustrie übereinstimmend dem Handelsblatt.
Einem hochrangigen Manager eines der größten deutschen Rüstungskonzerne zufolge habe es bereits vor einigen Wochen erste Gespräche mit Vertretern von BMW, Mercedes und Volkswagen über die Möglichkeit eines Technologietransfers gegeben. Bei den Gesprächen soll es vordergründig darum gegangen sein, wie die Entwicklungsabteilungen der Autobauer die Rüstungsindustrie unterstützen könnten. „Vor allem Volkswagen hat hier großes Interesse gezeigt“, sagte der Vertreter dem Handelsblatt.
Mehrere hochrangige VW-Manager bestätigen grundsätzlich die Übertragbarkeit ziviler Fahrassistenz- und Automatisierungstechnik auf militärische Anwendungen. Denkbar sei langfristig auch die technologische Unterstützung für unbemannte Fahrzeuge etwa für logistische Zwecke in Deutschland oder Europa, heißt es aus Industriekreisen.
Die Hilfe für Waffensysteme, Munition oder die Ausstattung offensiver Kampfpanzer gelten bei Volkswagen jedoch alsTabu – nicht zuletzt aufgrund der Geschichte des Konzerns, die ihre Anfänge in der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland hat.