Instagram: Wie Hedgefonds-Henning die BWL-Bubble zum Lachen bringt
Koblenz. Das Geschäftsmodell von Niklas Schwab sieht auf den ersten Blick gar nicht aus wie ein Geschäftsmodell, sondern wie Quatsch, den sich jemand in fünf Minuten ausgedacht hat. Auf seinem Instagram-Account @hedgefonds.henning reiht sich ein Foto mit lustigem Spruch an das nächste, aber die Fotos sind eher pixelig, die Gestaltung ist eher amateurhaft. Damit lässt sich Geld verdienen?
Nicht einmal Schwab selbst würde leugnen, dass es Quatsch ist, den er postet – aber ziemlich erfolgreicher und je nach Geschmack ziemlich lustiger. Auf mehr als 260.000 Follower bringt es der Account, und mit denen verdient der 25-Jährige genug Geld, um sein Leben und sein BWL-Studium an der Otto Beisheim School of Management in der Nähe von Koblenz zu finanzieren. Es geht Richtung 100.000 Euro, die er im Jahr verdient.
Man sollte sich die Sache also besser noch mal genauer ansehen.
Meme-Accounts als Geschäftsmodell
@hedgefonds.henning ist ein sogenannter Meme-Account. Ein Meme ist ein Foto, verbunden mit ein paar Wörtern oder einem Satz, im Idealfall bringt die Kombination den Betrachter zum Lachen. Dass diese Memes unprofessionell aussehen, gehört zu ihrem Stil. Es gibt einen Haufen Meme-Accounts in Deutschland, sie beschäftigen sich mit Politikern, den Eigenheiten des Landes und seiner Bewohner oder auch einfach nur mit Köln. Schwab denkt sich Memes zu BWL-Studenten und den sogenannten Young Professionals aus. Zu denen gehört er schließlich selbst.