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MedienWerbeflaute belastet RTL – 2024 weiterer Gewinnrückgang möglich

Das Ergebnis des Medienkonzerns ist 2023 deutlich zurückgegangen. Doch der Konzern soll dieses Jahr die Wende schaffen. Bertelsmann-Chef Rabe will die Geschäfte von RTL noch bis 2026 leiten. Reuters 14.03.2024 - 14:40 Uhr
Bertelsmann-Rabe will RTL weiterhin leiten. Foto: IMAGO/IPON

Berlin. Wegen der schwachen TV-Werbemärkte vor allem in Deutschland hat der europäische Fernsehkonzern RTL im vergangenen Jahr bei Umsatz und Gewinn eingebüßt. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebita) sank um gut 15 Prozent auf 782 Millionen Euro – ein weiterer Rückgang sei dieses Jahr möglich, teilte die Bertelsmann-Tochter am Donnerstag mit. Der Umsatz fiel um mehr als fünf Prozent auf 6,2 Milliarden.

Aus diesen Zahlen ist das RTL-Geschäft in den Niederlanden, das für 1,1 Milliarden Euro an das belgische Medienunternehmen DPG verkauft wird, bereits herausgerechnet. Die Aktionäre müssen sich mit einer geringeren Dividende von 2,75 (Vorjahr: 4,00) Euro je Aktie begnügen.

Das zweite Halbjahr 2023 sei trotz der schwachen Werbemärkte und erheblicher Investitionen eines der profitabelsten in der Geschichte der RTL Group gewesen, sagte RTL-Chef Thomas Rabe, der auch den Mutterkonzern Bertelsmann führt. Die Strategie für 2024 bleibe unverändert – „unser Kerngeschäft stärken, Streaming- und Content-Geschäfte ausbauen und neue Allianzen und Partnerschaften bilden.“

Die Anlaufverluste im Streaminggeschäft dürften 2024 auf 200 Millionen Euro steigen, nach 176 Millionen Euro im Vorjahr. Die Produktionstochter Fremantle erreicht das Ziel von drei Milliarden Euro Umsatz womöglich erst 2025/2026. Bisher war dies für nächstes Jahr geplant.

Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen eine leichte Erholung des TV-Werbemarktes in Deutschland und peilt ein Umsatzplus von gut sechs Prozent auf 6,6 Milliarden Euro an. Dazu sollen deutlich wachsende Streaming-Umsätze und eine Erholung des US-Geschäfts bei Fremantle beitragen. Dennoch dürfte der operative Gewinn auf rund 750 Millionen Euro sinken, wobei eine Abweichung von plus/minus 50 Millionen möglich sei - abhängig von der Entwicklung der deutschen und französischen TV-Werbemärkte.

RTL denkt über Bundesliga-Rechte nach

RTL liebäugelt derweil mit der Übertragung der Fußball-Bundesliga. „Wir schauen uns alles an, was an Sportrechten auf den Markt kommt - natürlich auch die Bundesliga-Rechte“, sagte Rabe. „Wir haben aber noch nicht entschieden, ob und gegebenenfalls wie wir für die Rechte bieten.“ Sportrechte spielten für den Konzern eine große Rolle – für das lineare TV Programm von RTL und für den Streamingdienst RTL+.

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Rabe hat jüngst in einem Interview angekündigt, dass er Ende 2026 als Bertelsmann-Chef aufhört. Dies gelte auch für die RTL Group, sagte der Manager nun. Rabe ist seit 2012 Chef von Bertelsmann, seit 2019 Chef der europäischen TV Tochter und war zuletzt vorübergehend auch noch Chef von RTL Deutschland.

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