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Medienclan Streit zwischen Vater und Sohn: Klimadebatte entzweit die Murdochs

Rupert Murdochs Medien spielen die Rolle des Klimawandels bei den verheerenden Bränden in Australien herunter. Das gefällt nicht allen Mitgliedern der Unternehmerfamilie.
15.01.2020 Update: 16.01.2020 - 11:07 Uhr Kommentieren
Der Manager ist Aufsichtsrat von News Corp. Quelle: Reuters
James Murdoch mit Ehefrau Kathryn Hufschmid

Der Manager ist Aufsichtsrat von News Corp.

(Foto: Reuters)

London Familienkrach bei den Murdochs: James und seine Ehefrau Kathryn greifen Vater Rupert Murdoch an, dessen Sender und Zeitungen in den vergangenen Wochen immer wieder einen Zusammenhang zwischen den Buschbränden in Australien und dem Klimawandel abgestritten hatten. Der 88-jährige Medienunternehmer selbst gilt als Klimawandelskeptiker.

Der britische „Guardian“ zitierte einen Sprecher des Paares mit den Worten: „Kathryns und James' Ansichten zum Thema Klima sind sehr bekannt; sie sind ausgesprochen unzufrieden damit, wie das Thema bei den Sendern News Corp und Fox dargestellt wird.“ Fox und News Corp sind die wichtigsten Unternehmen im Medien-Imperium von Rupert Murdoch.

Immer wieder hatten sich Murdochs Sender und Zeitungen über die Klimadebatte echauffiert. So machte etwa Sky News Australia „einen konstanten Strom der Popaganda“ im öffentlich-rechtlichen Kanal ABC aus; der Sender hatte im Rahmen seiner Berichterstattung über die verheerenden Brände regelmäßig die von Menschen verursachte Erderwärmung thematisiert.

Bei Fox News beschwerte sich eine Moderatorin darüber, dass „Prominente in den Medien das Narrativ verbreiten, die Buschbrände seien vom Klimawandel verursacht worden“. Und der politische Korrespondent Andrew Bolt, der für die australischen Zeitungen von News Corp berichtet, attackiert Klimaforscher regelmäßig als „Alarmisten“.

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    James Murdoch stellt nun klar, dass er diese Tendenz in der Berichterstattung der Murdoch-Medien nicht unterstützt. Die Stimme des Managers ist durchaus gewichtig, denn er ist Aufsichtsrat von News Corp, des Zeitungskonglomerats der Familie, das konservative Blätter wie die britische „Times“ und die „Sun“ herausgibt. Außerdem investiert er über sein Unternehmen Lupa Systems in unterschiedliche Medienprojekte. Bis vor kurzem war er auch Chef von 21st Century Fox; das Unternehmen ging im März vergangenen Jahres für 71 Milliarden Dollar an Disney.

    Der Familienzwist fällt in eine sensible Zeit, denn die Nachfolgefrage wird für den hochbetagten Rupert Murdoch immer dringlicher.

    Mehr: Der Sender Fox News steht in der Kritik, Präsident Donald Trump und dessen Politik unverhältnismäßig zu hofieren. Die Demokraten ziehen Konsequenzen.

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