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NetflixStreaming-Konzern meldet Rekordzuwachs bei Nutzerzahl, Abopreise steigen

Der Streaming-Marktführer ist zuletzt so stark gewachsen wie noch nie, dank Squid Game, Jake Paul und Mike Tyson. Die Aktie steigt deutlich – auch, weil Netflix die Preise erhöht.Alexander Möthe, Philipp Alvares de Souza Soares 22.01.2025 - 00:49 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Szene aus der zweiten Staffel „Squid Game“: Die Erfolgsserie ist der Hauptgrund für die guten Netflix-Zahlen. Foto: No Ju-Han/Netflix/dpa

San Francisco. Netflix hat seit dem vergangenen Quartal erstmals mehr als 300 Millionen Nutzer. Zwischen Oktober und Dezember kam die Rekordzahl von knapp 19 Millionen Abonnenten hinzu – etwa doppelt so viele wie von Analysten erwartet.

Der Streaming-Weltmarktführer übertraf die Analysten-Prognosen auch bei Umsatz und Gewinn: Der Umsatz stieg im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 16 Prozent auf 10,2 Milliarden Dollar. Unterm Strich stieg der Gewinn von 938 Millionen Dollar ein Jahr zuvor auf 1,87 Milliarden Dollar.

Verantwortlich für die guten Zahlen waren dem Unternehmen zufolge vor allem die Veröffentlichung der zweiten Staffel der koreanischen Erfolgsserie „Squid Game“ sowie die Live-Übertragung von Sportevents. So hatte allein der Boxkampf zwischen dem Influencer Jake Paul und Box-Legende Mike Tyson in der Spitze bis zu 60 Millionen Nutzer in die Streams gelockt – wobei die Technik unter dem Andrang allerdings auch vielfach zusammenbrach. Neu mit im Angebot an Live-Events waren auch die an Weihnachten ausgetragenen Spiele der US-Footballliga NFL sowie Ausgaben der Wrestling-Show WWE Raw.

Sportübertragungen seien aktuell Netflix' „Geheimrezept“ in Sachen Wachstum, sagte Mike Proulx, Vizepräsident beim Marktforschungsunternehmen Forrester. Die Events zögen Zuschauer und Werbekunden gleichermaßen an.

Ähnlich sieht es Analyst Ross Benes von eMarketer. „Events bringen mehr Stabilität in die Werbeeinnahmen“, sagte er. Sie hielten die Kunden länger am Bildschirm.

Für Spots, die während Live-Übertragungen gesendet werden, müssen Werbetreibende daheer üblicherweise Aufschläge zahlen. Netflix hatte ein günstigeres Abo, das auf Werbepausen setzt, Ende 2022 eingeführt, um auch sparsamere Kunden anzulocken.

Der Streaming-Konzern zählt mittlerweile 301,6 Millionen Kundenhaushalte. In der Regel können sich dabei mehrere Nutzer einen Zugang teilen. Den bisher größten Zuwachs in einem Quartal hatte es mit rund 15 Millionen zu Beginn der Corona-Pandemie 2020 gegeben. Künftig wird Netflix keine Angaben mehr zu Nutzerzahlen machen. Diesen Schritt hatte der Konzern im vergangenen Jahr angekündigt.

Preise für das Monatsabo steigen

Mit den Zahlen kündigte das Unternehmen zudem Preiserhöhungen für seine US-Abonnements an und erhöhte seine Ziele für 2025. So steigt der Monatsbeitrag für das Standardabo von 15,49 Dollar auf 17,99 Dollar.

In Deutschland kostet das Standardabo aktuell 13,99 Euro – das Abo mit Werbung ist mit 4,99 Euro deutlich günstiger. Von werbefinanzierten Abos verspricht sich Netflix langfristig steigende Gewinne, weil die Einnahmen pro Nutzer höher sind als durch Abo-Gebühren allein.

Bei Anlegern kamen die Ergebnisse gut an: Die Aktie stieg im nachbörslichen Handel zeitweise um zwölf Prozent.

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Mit Material von Reuters

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