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Made for GermanyChefs von Deutscher Bank und Siemens erklären Milliarden-Pläne

61 Unternehmen wollen über 600 Milliarden Euro in Deutschland investieren. Christian Sewing und Roland Busch über die Initiative – und einen „riesigen Hebel, der völlig unterschätzt wird“.Martin Knobbe, Sebastian Matthes, Yasmin Osman 23.07.2025 - 08:58 Uhr Artikel anhören
Vorstandsvorsitzende Sewing, Busch: „Klares Zeichen, dass sich hier etwas bewegt.“ Foto: Picture Alliance/Dpa, Imago

Düsseldorf. Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing und Siemens-CEO Roland Busch hoffen, dass die von ihnen mitbegründete Investitionsinitiative „Made for Germany“ eine Wirtschaftswende in Gang setzt.

„Wir brauchen jetzt ein klares Zeichen an die Gesellschaft, dass sich hier etwas bewegt“, sagte Sewing in einem exklusiven Doppelinterview mit dem Handelsblatt. „Als Allianz vieler führender Unternehmen wollen wir im Schulterschluss mit der Politik dazu beitragen, Deutschland und damit auch Europa auf Wachstumskurs zu bringen.“ Das könne auch zu einem Stimmungsumschwung im Land beitragen.

Mit der Initiative formulieren führende Unternehmenschefs in Deutschland auch klare Erwartungen an die schwarz-rote Regierungskoalition. „Wir brauchen in der Politik den Mut für strukturelle Veränderungen, und da müssen unbedingt große Schritte folgen“, sagte Siemens-Chef Busch in dem Interview. „Wir brauchen aber auch die Firmen, die an den Standort glauben und investitionsbereit sind. Beides muss schnell zusammenkommen, um Schwung zu entwickeln.“

Bis Montagmorgen haben sich 61 führende Unternehmen und Investoren der branchenübergreifenden Initiative angeschlossen und zugesagt, innerhalb der nächsten drei Jahre 631 Milliarden Euro in den Standort Deutschland zu investieren. Ein dreistelliger Milliardenbetrag entfällt den Initiatoren zufolge auf Neuinvestitionen. Vertreter des Bündnisses sind am Montag bei Bundeskanzler Friedrich Merz zu Gast, um ihre Initiative vorzustellen.

Siemens-CEO Busch nannte weitere Forderungen an die Politik: „Schnellere Genehmigungen für Infrastrukturprojekte wären sehr, sehr wichtig. Und Maßnahmen gegen den Arbeitskräftemangel“, sagte er. „Wir benötigen alle Hände an Deck.“

Sewing warb zudem für eine Kapitalmarktreform und neue Finanzierungsmodelle. Allein das Sondervermögen Infrastruktur von 500 Milliarden Euro könne durch staatliche Garantien und öffentlich-private Partnerschaften „auf bis zu 2500 Milliarden Euro“ gehebelt werden, sagte Sewing. Ein zukunftsfähiges Rentensystem mit kapitalgedeckten Elementen sei ebenfalls zentral, um künftiges Wachstum zu sichern.

Lesen Sie hier das komplette Interview mit Christian Sewing und Roland Busch:

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