Bilanz 2023: Drei Konzerne machen 41 Prozent des Gesamtgewinns im Dax
Düsseldorf. Mit 102,3 Milliarden Euro haben die 40 Dax-Konzerne im abgelaufenen Geschäftsjahr netto knapp 15 Prozent weniger verdient als im Jahr davor. Deutschlands 40 größte börsennotierte Konzerne blieben damit hinter den vorangegangenen zwei Geschäftsjahren zurück. Das zeigen Berechnungen des Handelsblatts, nachdem mit BMW am Donnerstag der letzte Dax-Konzern seine Jahresbilanz veröffentlicht hat.
Mit Blick auf 2024 überwiegt bei vielen Unternehmen Skepsis. Die Nachholeffekte, die entstanden waren, weil sich in Coronazeiten Nachfrage aufgestaut hatte, sind aufgebraucht, neue Impulse fehlen. Der deutsche Heimatmarkt verharrt in der Rezession, und die Euro-Zone hält sich auch in diesem Jahr nur knapp oberhalb der Stagnation.
„Der Negativtrend hält an, die Zeiten von Rekordgewinnen und Traummargen sind vorbei“, sagt Henrik Ahlers, Deutschlandchef der Unternehmensberatung EY. Ein Mix aus lahmender Konjunktur, hohen Energie- und Materialpreisen, politischen Krisen und kriegerischen Auseinandersetzungen setzt den Unternehmen zu. EY-Partner Mathieu Meyer prognostiziert: „2024 wird nicht besser als 2023 – eher im Gegenteil.“