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Wetten-Dass-AffäreGottschalk-Brüder warben auch für Teldafax

Die Firma des Bruders von Thomas Gottschalk, vermittelte ein Gewinnspiel und sammelte vom Skandalunternehmen Teldafax rund eine Million Euro ein. Rudi Völler und Bayer Leverkusen halfen als Werbeträger mit. 15.01.2013 - 06:42 Uhr Artikel anhören

Der Moderator Thomas Gottschalk (rechts) und sein Bruder, der Unternehmer Christoph Gottschalk. Beide warben offenbar auch für Teldafax.

Foto: dpa

Düsseldorf. Die Affäre um die Vermarktung des ZDF-Flaggschiffs „Wetten, dass…?“ weitet sich aus. Nach Recherchen des Handelsblattes vereinbarte Christoph Gottschalk, der Bruder des ZDF-Moderators Thomas Gottschalk, auch mit dem Skandalunternehmen Teldafax eine Werbe-Partnerschaft in Millionenhöhe. Ähnlich wie zuvor vom Spiegel berichteten Kooperationen mit den Unternehmen Daimler und Solarworld wurde dabei vertraglich genau festgelegt, in welcher Form Teldafax in Szene gesetzt wurde und mit welchem Wortlaut Thomas Gottschalk den Billigstromanbieter anpreisen sollte.

Dem Handelsblatt liegt ein Vertrag zwischen Teldafax und der Dolce Media GmbH vor, der Firma von Christoph Gottschalk. Diesem zufolge sollte Teldafax für sechs Sendungen von 2009 bis 2010 insgesamt 1,5 Millionen Euro an Dolce Media zahlen. Der Betrag wurde später auf rund eine Million Euro reduziert – Teldafax hatte schon damals Geldprobleme.

Nach Angaben des ZDF allerdings kam Teldafax dann doch in sechs Sendungen vor. Und laut ZDF-Sprecher Alexander Stock erhielt das ZDF von dem Teldafax-Geld keinen Cent. Dolce Media wollte sich gestern auf Anfrage zunächst nicht zu Teldafax äußern. Der Vorgang liege Jahre lang zurück und könne in der kurzen Zeit nicht rekonstruiert werden, sagte Michael Bartsch, der Anwalt des Unternehmens.

In der Werbeaktion bei „Wetten, dass..?“ kam vor allem der Teldafax-Werbepartner Bayer 04 Leverkusen zum Zuge. Sportdirektor Rudi Völler, Trainer Jupp Heynkes und das ganze Team traten als Werbeträger von Teldafax auf. ZDF-Moderator Thomas Gottschalk sollte laut Vertrag sagen: „Und das Mitmachen lohnt sich auch für Sie, denn für drei Jahre wird unser neuer Partner Teldafax Ihr Haushaltsversorger.“

Es war ein Versprechen, dass Gottschalk nicht einhalten konnte Am 14. Juni 2011 meldete Teldafax vollkommen überschuldet Insolvenz an. Drei Tage später stellte Insolvenzverwalter Bähr den Betrieb komplett ein.

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Gottschalks Karrierestationen
Freier Mitarbeiter des Jugendfunks beim Bayerischen Rundfunk (BR), ab 1973 Sprecher der „Abendschau“-Nachrichten.
Gottschalk wird beim BR Festangestellter und heiratet seine Thea. Erfolg mit witzigen Radiomoderationen bei „Pop nach acht“.
Er moderiert die Sendung „Telespiele“, die zunächst in einigen Dritten Programmen und ab 1980 bundesweit bei der ARD läuft.
Mit Mike Krüger ist Gottschalk im Kinofilm „Piratensender Powerplay“ zu sehen. Weitere Filmrollen folgen. Zudem wechselt Gottschalk zum ZDF. Bis 1987 präsentiert er dort „Na sowas“, eine Mischung aus Talk- und Musikshow.
Er moderiert erstmals die ZDF-Sendung „Wetten, dass..?“ als Nachfolger von Frank Elstner.
Gottschalk arbeitet auch für RTL. Von 1992 bis 1995 moderiert er eine Late-Night-Show. 1992/1993 pausiert er bei „Wetten, dass..?“
Neben „Wetten, dass..?“ moderiert er „Gottschalks Hausparty“ bei Sat.1.
Mit seinem Bruder Christoph gründet er die Vermarktungsfirma Dolce Media GmbH in München.
Gottschalk moderiert zum letzten Mal „Wetten, dass..?“. Es ist seine 151. Show.
Die Vorabendshow „Gottschalk live“ startet in der ARD.
Thomas Gottschalk sitzt in der aktuellen „Das Supertalent“-Staffel von RTL in der Jury neben Michelle Hunziker und Dieter Bohlen.

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