Politbarometer: Mehrheit der Befragten sieht zu große AfD-Nähe zu Russland
Berlin. Die Mehrheit der Bevölkerung sieht einer Umfrage zufolge eine zu große Nähe der AfD zur russischen Führung. Mehr als 60 Prozent der für das ZDF-„Politbarometer“ Befragten sind dieser Meinung. Gut ein Viertel ist jedoch anderer Meinung.
Von den befragten AfD-Wählerinnen und ‑Wählern hält nur ein kleiner Teil das Verhältnis zu Russland für problematisch: Lediglich zehn Prozent finden, dass die Partei Moskau zu nahe steht, wie die Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen ergab– 87 Prozent verneinen das.
Unter anderem die Reise einiger AfD-Bundestagsabgeordneter in den russischen Schwarzmeer-Kurort Sotschi zu einem Symposium hatte die Diskussion über Verbindungen zwischen AfD-Vertretern und Russland neu entfacht. Die Reise, hinter die sich die Bundestagsfraktion gestellt hatte, sorgte auch innerhalb der Partei für Ärger – und für scharfe Kritik bei anderen Parteien.
CSU-Generalsekretär Martin Huber warf der AfD vor, „Landesverrat“ zu begehen und ein „Sprachrohr Moskaus“ zu sein. CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hatte gesagt, die AfD-Politiker machten sich mit ihrer Reise in den „Terrorstaat“ Russland bewusst zum Instrument im hybriden Krieg gegen Deutschland und Europa.