Max Viessmann: „Als ich ins Büro kam, habe ich erst einmal weinen müssen“
Düsseldorf. Es war der Deal des Jahres: Im April 2023 verkaufte das Familienunternehmen Viessmann die Kernsparte Klimalösungen für zwölf Milliarden Euro an den US-Konzern Carrier. Der hohe Kaufpreis bewegte nicht nur die sich im Umbruch befindende Heizungsbranche, sondern viele Familienunternehmer.
Mit Spannung war auch erwartet worden, was Firmenchef Max Viessmann mit dem Geld macht. Im Interview erklärt er, man werde vor allem in Unternehmen investieren, die Treibhausgase vermindern, Wasser sparen, Gesundheit oder Bildung fördern. Dabei suche Viessmann nach Mehrheitsbeteiligungen bei Firmen mit einem Jahresumsatz zwischen 300 Millionen Euro und 1,5 Milliarden Euro. „Bei Minderheitsbeteiligungen können es auch größere Unternehmen sein“, sagt er.
Im Gegensatz zu Private-Equity-Investoren müsse Viessmann seine Anteile nicht nach drei bis fünf Jahren wieder verkaufen. „Wir können so lange investiert bleiben, wie wir wollen“, sagt Viessmann. Im Interview erklärt der Unternehmer auch, warum er den ersten Deal ausgerechnet mit einem Finanzinvestor durchzieht, warum er den Standort Deutschland nicht schlechtreden will und was er von der Politik erwartet.